Noch ein bisschen Teneriffa

Endlich hab ich es mal geschafft, noch ein paar Fotos aus Teneriffa zu bearbeiten, die mit der großen Kamera entstanden sind…

Teneriffa in den Wolken…

Der Ausblick aus unserer Ersatzwohnung

Der Atlantik hat einfach die schönsten Wellen.

Diese natürliche Badewanne fand ich faszinierend…

Das etwas andere Leben….

…haben wir gestern erleben dürfen.

Vorgestern, als wir vom Strand zurückgefahren sind, haben wir zwei Jungs aufgegabelt, die per Anhalter unterwegs waren. Wie es der Zufall will, zwei Pfälzer und zwei echt coole Socken. Anfang 20, zum Überwintern auf den Kanaren. Faszinierend, die Jungs haben in ihrem jungen Leben schon gecheckt, wofür ich 45 Jahre benötigte.

Sie erzählten uns von einem alternativen Markt in los Llanos, der gestern stattfand. Wir verabredeten uns spontan, und fuhren gemeinsam dahin.

Der Markt und vor allem die Menschen dort, haben mich nachhaltig beeindruckt. Aussteiger und Andersdenkende, die sich in allen Sprachen unterhielten, einfach nur so, oder um an ihren Ständen Selbstgemachtes oder Altes zu verkaufen. Es gab Musiker, die auf allen möglichen Instrumenten musizierten, es gab Artisten, und – was mich besonders beeindruckte, einen Fotografen, der mit einer Uraltkamera, oder fast schon antiken Kamera, analoge Fotos machte, und diese dann auch in einer mini-Dunkelkammer sofort entwickelte… und die Fotos waren großartig!

Auf dem ganzen Markt herrschte eine friedliche und harmonische Stimmung, wie ich sie nich nie erlebt habe.

Es war so beeindruckend, dass ich es nicht übers Herz gebracht habe, mein Handy zu zücken und auch nur ein einziges Foto zu machen. Das Handy oder gar die grosse Spiegelreflex hätten alles kaputt gemacht. Keiner hatte ein Handy in der Hand oder am Ohr. Es hätte nicht gepasst und ich wäre mir vorgekommen, wie ein Gaffer.

Es war wie das Eintauchen in eine andere Welt. Ich hab mich zu Hause gefühlt, obwohl ich nicht dazu gehört hab.

Als der Markt schloss, sind alle zum Strand nach Tazacorte gefahren, um Spaß zu haben zu musizieren, Bälle zu jonglieren oder einfach nur die Sonne zu genießen.

Leider mussten wir zeitig wieder los, da die Hunde zu Hause waren, ich wäre gerne noch geblieben!

Heute sind wir wieder mit einem der Jungs verabredet, unsere Jungs möchten unbedingt das alternative Dorf sehen, in dem Einige in Höhlen wohnen. Ich freue mich schon drauf, noch ein bisschen tiefer in diese andere Welt einzutauchen und unseren Jungs zu zeigen, dass auch ein Leben jenseits von PlayStation und Nutella lebenswert ist.

 

Edit… wir haben sie leider nicht gefunden. Wir sind zwei Stunden rund um den Berg marschiert, sind auch an einer Art Siedlung gelandet, wir denken, dass es die richtige war. Doch wie das in Spanien so üblich ist an heißen Tagen, wurde Siesta gehalten und keine Menschenseele war zu sehen. Einfach irgendwo „einzudringen“, zu rufen oder zu klopfen, haben wir uns nicht getraut, ich hatte irgendwie einen heiden Respekt in mir und wollte diese Menschen keinesfalls stören.

Auf dem Heimweg, als wir schon wieder am Auto waren, trafen wir auf einen der Bewohner, den wir gestern schon kennenlernen durften… ihm hätten wir folgen können, aber den Weg ein zweites Mal marschieren wollte keiner von uns :p

Aber es war dennoch ein toller Tag. Jeder von uns macht sich so seine Gedanken und erneut stellen wir fest, wie so oft in letzter Zeit, Glück hat so rein gar nichts mit Reichtum oder Besitz zu tun. Wir sind sehr dankbar für die vielen Eindrücke und Erfahrungen, die wir machen dürfen. Gleichzeitig aber auch sehr beeindruckt.

La isla bonita

… und es ist keinesfalls übertrieben. La Palma ist wirklich wunderschön.

So grün, so viel Wald und so warm! Selbst auf 800m Höhe, bei der man in Teneriffa morgens und abends vor Kälte zitterte, ist es hier angenehm mild.

Aaaaber, es ist noch kurviger, als Teneriffa . Man braucht für 15 km Weg beinahe ne Stunde… und es ist echt einsam hier. Zumindest hier, wo wir sind. Aber das seh ich nun nicht als Nachteil ??

Dafür ist unser Ferienhaus der absolute Wahnsinn. Hier gibt es alles… eine komplett eingerichtete Küche, mit sämtlichen Haushaltsgeräten, die man zum Kochen braucht. (Ganz im Gegenteil zu den Wohnungen auf Teneriffa). Es ist sauber und mit so viel Liebe zum Detail eingerichtet. Es hat eine Heizung respektive Klimaanlage, wir müssen abends nicht mehr mit dicker Jacke und Hose auf der Couch sitzen. Der Aussenbereich ist genauso wundervoll, eine herrliche Terrasse mit Sitzgruppe und Liegestühlen. Man hat ab 10 Uhr früh Sonne, bis sie untergeht, oder Wolken kommen. Es gibt einen Außenkochbereich mit riesigem Grill und Steinbackofen. Man möchte hier glatt einziehen. ??? Aber ich glaube, die Besitzer nutzen das Häuschen gelegentlich selbst.  Was ich absolut nachvollziehen kann.

Die Vegetation auf La Palma  ist wirklich einmalig. Viele endemische Pflanzen, also Pflanzen, die es ausschließlich auf La Palma gibt, gedeihen hier. Ich werde heute mal mit den Jungs das Internet wälzen und dann machen wir Unterricht in der Natur, und versuchen, ein paar der endemischen Pflanzen zu finden. Da wir nichts pflücken möchten (und auch keine getrockneten Pflanzen mit auf Reisen nehmen können) darf Len eine fotografische Dokumentation machen. Ich hoffe, den Jungs macht es Spaß!

 

Es geht weiter, Klappe, die 2.

Nachdem gestern unsere Überfahrt ausfiel, weil ich nen falschen Tag auf der Fähre gebucht hatte, stehen wir nun wieder am Fährhafen. Wir konnten die Fähre zwar umbuchen, aber gestern war sie schon voll..

Nach einer weiteren Nacht auf Teneriffa,  einem letzten Besuch auf der Kartbahn und ein paar Stunden arbeiten am Strand von El Médano, sind wir alle froh, dass es nun endlich weitergeht.

Ich stelle fest, die Serpentinenstraßen in Teneriffas Gebirgen sind nichts für mich.. Ich bekomme bei den engen, steilen Kurven regelmäßig Schweißausbrüche.

Hoffentlich ist die Zufahrt zu unserem Ferienhaus halbwegs erträglich… Sonst sterb ich neun Tage lang ständig den Heldentod. ??

Es geht weiter…

Heute ist unser letzter Tag auf Teneriffa. Wir verbringen ihn in Abades, einem Retortendörfchen, aber mit einem der schönsten Strände auf ganz Teneriffa.

Um 19:00 geht die Fähre und bringt uns nach La Palma. Dort dürfen wir ein wunderschönes Ferienhaus beziehen, auf dem Berg gelegen mit viel Natur drumherum. Nach den zwei Wochen Stadtleben in Icod freuen wir uns alle sehr darauf.

Wir können eines mit Sicherheit sagen: Teneriffa ist nicht unsere Insel.  Publikum zu alt, Strände zu klein, und insgesamt ist es zu bergig. Aber es war ja auch die erste, noch vier interessante Inseln liegen vor uns, und zwei weitere haben die Kanaren noch in petto. Wir werden unsere Insel finden.

Die nächsten beiden werden es wohl eher auch nicht, aber dennoch sind La Palma und La Gomera die Inseln, auf die ich mich am meisten freue.

Ich werde berichten.

Bis dahin sag ich auch Tschüss, w irgendwie lesen uns wieder in La Palma.