Von Neid, Mißgunst und kuriosem Handeln – Teil 1

Heute erzähl ich euch eine natürlich rein fiktive Geschichte über die Auswirkungen von Neid und Mißgunst.
Denn Neid und Migunst treiben bisweilen seltsame Blüten… Also lest aufmerksam und lernt aus der Geschichte.

Branka hielt sich für einen begnadeten Kreativkopf. Sie übte sich in Webdesign, und in Grafikdesign und schaute sich immer fleißig die Arbeiten anderer an, um sich weiter zu entwickeln. Dabei schielte sie schon immer auf ihre Freundin, die Karina, die obwohl diese das Gleiche tat, die gleichen Bekannte und damit potentielle Kunden hatte, wie sie, dennoch soviel erfolgreicher war. Das war Branka ein mächtiger Dorn im Auge. Sie überlegte sich eine Strategie, wie sie mehr Kunden ergattern konnte, als Karina und dachte sich, das könne man doch ganz gut über den Preis regeln. „Ich biete meine Dienste für die Hälfte an.. dann muss ich zwar doppelt so viel arbeiten, hab aber auch doppelt so viele Kunden, wie Karina.“ Und warb mit Billigpreisen.

Karina sah das natürlich und wunderte sich. Sie hielt dagegen und warb mit Qualität, die eben ihren Preis hat.

Das hätte sie mal besser nicht getan, denn umgehend hatte sie eine PN im Postfach auf FB: „Wie kannst du mir so in die Parade pfuschen??? Musst du mir alles kaputmachen? Du hast doch schon genug Kunden! Und du weißt genau, dass ich das, was du als Qualität anbietest nicht kann!“  Karina wunderte sich erneut, sie hat doch nur den beworbenen Billigpreisen ihre vorhandene Qualität entgegen gesetzt. Und war es ihre Schuld, wenn Branka keine Qualität erstellen kann?

Die Freundschaft von Branka und Karina kühlte nach dem Vorfall merklich ab. Beide hatten ihre Kunden und arbeiteten auf ihre Weise. Da Karina für jeden Auftrag doppelt so viel Geld erhielt, konnte Sie sich natürlich auch für jeden Auftrag doppelt so viel Zeit nehmen. Karina erwarb Wissen, wie man Webseiten selbst aufbaut, um sich unabhängig von vorgefertigten Designs zu machen und um ihren Kunden Individualität bieten zu können. Branka lernte, wie man vorgefertigte Designs umbaut.

Eines Tages sah Branka das neue Banner einer Freundin, Anja, die dies voller Stolz auf ihrem Facebookprofil präsentierte. Branka wunderte sich, war sie doch einst mit Anja befreundet, und dennoch hat Anja das Banner nicht bei ihr machen lassen… sondern bei Karina..

Das konnte sie nicht auf sich sitzen lassen! Immerhin kennen die beiden Übeltäter sich nur, weil Branka sie einanderer vorgestellt hat. Branka überlegte sich eine weitere Strategie, um es Karina ein für allemal zu zeigen und schrieb Anja an: “ Hey! Dein Banner ist aber nicht so toll geworden. Karina hat ihn dir gemacht? Willst du das wirklich so lassen? Entzieh doch Karina den Auftrag, ich erstelle dir ein neues, viel schöneres Banner. Und du musst sogar nur die Hälfte bezahlen.“ Branka war höchst zufrieden über diesen genialen Einfall.“

Karinas Glück dabei war, dass Anja ob dieser Tatsache völlig entsetzt war, so dass sie die Geschichte umgehend an Karina weiterzählte. Ausserdem liebte Anja ihr neues Banner und begann schon, es überall einzusetzen, wo es seinen Platz finden sollte.

Karina war schockiert. Auch wenn ihr zwischenzeitlich Zweifel an der Freundschaft zu Branka kamen und auch Zweifel an Ihrer Ehrlichkeit, hätte sie doch so eine Vorgehensweise niemals für möglich gehalten… Also beschloss sie, zu handeln…

Sie hatte keine Lust, auf Auseinandersetzungen, die von Lügen getragen werden, also tat sie für sie das einzig Richtige, sie verbannte Branka aus ihrem Leben. Facebook Blockier-Button sei Dank ist das in Nullkommanichts geschehen, im echten Leben wohnten Sie zum Glück weit genug voneinander entfernt und hatten da noch nie Kontakt.

Gemäß dem Motto: was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß, beschloss Karina, die ihre Zeit nicht mit Menschen  vergeuden ewollte, die Sie ärgern, dass sie nichts mehr von Brankas Leben und Ihren Machenschaften mitbekommen wollte.

Branka war erzürnt über den Vorfall! Hatt Karina sie doch einfach aus ihrer Facebookgruppe geworfen! Wo soll sie denn nun Werbung für ihre Arbeiten machen? Unmöglich sowas…Alle Kontaktaufnahmeversuche von Branka scheiterten, Karina blockte alles rigoros ab.

Branka kochte vor sich hin. So wirklich erfolgreich lief ihr Business nicht, Sie brauchte mehr Ideen, neue innovative Dinge.. aber was?? Ihr fiel einfach keine Idee in die Finger, die sie hätte übernehmen können. Damit sie wenigstens eine Base für ihre Werbung hat, eröffnete sie eine eigene Interessen-Gruppe bei Facebook, in die natürlich niemand aus dem Karina-Clan Zutritt haben sollte. Irgendwie ließ sich das aber nicht so ganz bewerkstelligen.. immer wieder tauchte jemand in ihrer Gruppe auf, den sie da nicht haben wollte…alles Karina-Freunde, bäh, die waren ihr zuwider! Da sie aber die einen in der Gruppe halten wollte, musste sie die anderen zähneknirschend akzeptieren.

So lief es eine Weile vor sich hin, immermal wieder tauchten Spitzen von Branka an Karina gerichtet auf, die Karina gekont erwiderte.. bis eines Tages beinahe Brankas Herz stehen blieb!

„Was ist denn hier los? Wieso schreibt in meiner Gruppe jeder über Karina und was zum Kuckuck sind Erdbeerdrops?“ Branka war stinkesauer! Da hatte Karina doch DIE Geschäftsidee, nach der Branka so lange suchte! Drops, also Bonbons, in allen Farben und Geschmacksrichtungen! Diese doofe Kuh, schon wieder war sie ihr einen Schritt voraus… Branka war am Kotzen.

***to be continued***

One thought on “Von Neid, Mißgunst und kuriosem Handeln – Teil 1

  1. Toll geschrieben Katy das sagt echt viel aus. Und es ist traurig das es immer wieder Menschen gibt die die einen das Leben schwer machen obwohl sie doch nur ihre eigenen Ideen umsetzen sollten und nicht die der Anderen und sich den noch aufregen wenn sie Gegenwehr bekommen.

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