Es war eine Weile still hier. Also nicht wirklich. Ich hab viel geschrieben, allerdings nichts öffentlichkeitstaugliches, daher ist alles passwortgeschützt. Ich hab ein wenig aufgeräumt. Mit mir, mit meinem Leben. Mit der Vergangenheit. Mit alten Wunden. Wirklich guten Freunden geb ich das Passwort vielleicht. Wenn sie lieb fragen und ich mir sicher bin, dass es ihr Weltbild nicht komplett zerstört. Es ist mein Leben. Mit all seinen Schrecken. Ungeschönt. Nicht schön. Aber ehrlich. Ich schäme mich ein bisschen… aber, ich hab festgestellt, reden hilft :p
Ich bin beim Schreiben mal wieder durch eine Gefühlsachterbahn gelaufen und war abwechselnd in der Hölle und im siebten Himmel. Alles was ich aufgeschrieben habe, hab ich beim Schreiben nochmal durchlebt. Jedes einzelne Gefühl war wieder da. So sehr wie ich es mag ein Gefühlsmensch zu sein, so sehr hasse ich aber auch diese Gefühls-Schwankungen. Es zerrt an mir, wenn es ungebremst von ganz oben nach ganz unten geht und wieder zurück. Zum Glück waren da zwei Menschen, die ich mit meinem Gefühlschaos und dem Gedankensalat nerven durfte und die beim Sortieren geholfen haben. Freunde sind was feines! Ich danke euch ?
Aber egal, das ist ein anderes Thema, da komm ich bei Gelegenheit nochmal drauf zurück.
Was nach der Achterbahn aus Gefühlen geblieben ist, sind viele Erkenntnisse. Über mich. Über Menschen. Und über Wünsche.
Und darüber möchte ich heute schreiben.
Ich denke schon länger darüber nach und hab neulich bei Facebook eine Frage gestellt:
„Was wäre, wenn wir uns unsere Realität so malen könnten, wie wir wollten? Wenn alles was wir wünschen, was wir glauben zu brauchen, plötzlich einfach da wäre? Wäre es die totale Erfüllung oder das Ende aller Träume?“
Ich kann euch versichern, es ist nicht das Ende aller Träume. Aber es ist auch nicht die totale Erfüllung. Denn…. Eigentlich hab ich alles. Vor einem Jahr hätte ich das, was ich heute habe, für die absolute Erfüllung gehalten. Nein, ich rede gerade nicht vom Leben auf Fuerte. Da bin ich ja eher reingerutscht als alles andere… Es geht eher um Träume, um Inneres, um Gefühltes.
Und durch das Schreiben neulich ist mir erst bewusst geworden, dass da noch einige Wünsche offen sind. Neu zum Leben erweckt, weil die, die ich vorher so dringend gewünscht habe, die, die oberste Priorität hatten, nun tatsächlich Realität sind.
Also wie ich vermutete… Wünsche sind organisch. Und auch wenn man sich alle momentanen Wünsche, egal welcher Art, erfüllen würde, wäre das Leben danach nicht stumpf und tröge, sondern die Wünsche entwickeln sich weiter. Ebenso wie die Persönlichkeit, die sich schon ändert, wenn ein Herzenswunsch wahr wird.
Wenn sich Wünsche aber ins Bewusstsein graben, erst dann, wenn die Prioritätswünsche erfüllt sind… woher wissen wir immer so genau, was wir uns wünschen? Und wenn wir es dann haben? Wollen wir es überhaupt noch? Es gibt so einen schönen Spruch… sei vorsichtig mit dem was du dir wünschst, es könnte in Erfüllung gehen :p nein, so ist es bei mir nicht. Ich bin froh und dankbar, für das, was ich habe. Aber ich hab festgestellt, dass mein Herzenswunsch so groß war, dass alles andere davon verschüttet und verdunkelt wurde.
Ich finde das Thema einigermaßen kompliziert. (Ich hoffe, ich bin nicht die einzige, die über sowas nachdenkt…)
Gestern war ja wieder so ein „Wunschtag“. Midsommer. Man darf seine Wünsche auf kleine Zettel schreiben, diese zusammenrollen, in große Pinienzapfen stecken. Die Pinienzapfen werden verbrannt und die Wünsche mit dem Feuer ans Universum übergeben.
Ich hatte zwei Pinienzapfen. Einen hab ich mit meinen Wünschen gefüllt, den anderen mit den Wünschen von Freunden, die mir ihre (verschlüsselt, ich darf und will sie gar nicht alle kennen :p) geschickt haben und die ich auf Zettel übertragen habe.
Ich hoffe, ihr habt Eure Wünsche klug gewählt, so dass, wenn sie in Erfüllung gehen, ihr auch froh darüber seid. ❤️
Meine ans Universum geschickten Wünsche, und ich hab ganz oft die Gelegenheit mir etwas zu wünschen, sind alle ausnahmslos in Erfüllung gegangen.
Nein, ich glaube nicht an Spuk. Aber ich glaube daran, wenn man sich seiner Wünsche bewusst wird, tut man bewusst und unbewusst sehr viel dafür, dass sie in Erfüllung gehen. Und dann wird man glücklich. Denn Glück ist hausgemacht.
also wünscht, was das Zeug hält! Und dann steht auf und tut etwas dafür, dass sich eure Wünsche erfüllen.
Wunder geschehen nicht auf der Couch (frei nach Stone Sour, „miracles don’t happen here“)