Einfach mal Dankbar sein

Es ist ja vielen bekannt, dass es bei mir in letzter Zeit nicht ganz rund lief.

Höhen und Tiefen wechselten in atemberaubender Geschwindigkeit.  Bis ich die Hacke reingehauen habe.

Ich bin immer noch begeistert von dem Buch und seinen Auswirkungen und mein Herz ist viel stärker geworden seit dem.

Aber dann geschah etwas… das ihr bestimmt auch kennt. Wenn man so eine Aufgabe bewältigt hat, hat man oft das Bedürfnis, sich irgendwie belohnen zu müssen.

So auch bei mir. Aber womit?

Ich flog nach Deutschland um hier mit Freunden die ein oder andere Party zu feiern, die an eine der legendären Partys aus vergangenen Tagen anknüpft…

Was hatten wir alles geplant für meinen Aufenthalt hier? ???

Und es kam wie es kommen musste: Anders!

Es fing schon damit an, dass ich nicht mit einkalkuliert hatte, dass November Erkältungszeit ist.

Alle um mich herum laufen auf halber Kraft, dafür mit roten Nasen wie Rudolph durch die Gegend.

Die beruflichen Verpflichtungen meiner Freunde rufen unetwartet laut und so manches Treffen kam deshalb gar nicht erst zustande.

Und auch sonst hielt sich die Realität so gar nicht an unsere Pläne.

Kurzum. Statt mit rauschenden Party-Nächten verbring ich eine sehr chillige Zeit in Deutschland.

Ich hab kurz überlegt, ob ich deshalb nun gefrustet sein soll.

Aber nein… bin ich nicht.

Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich gar keine „Belohnung“ brauche.

Ich hab ein verdammt geiles Leben.

Ich kann mich in den flieger setzen und verreisen wann immer ich möchte und wenn ich nicht unterwegs bin, leb ich im Paradies.

Ich werd noch ganz oft nach Deutschland kommen und mit Sicherheit noch mehr als eine der legendären Partys feiern.

Diesesmal sollte es nicht sein.

Ich geniesse meine Zeit trotzdem hier, werde noch das Konzert meiner Lieblingsband besuchen.

Und danach flieg ich dankbar und mit Freude im Herzen zurück ins Paradies.

Bis bald,

Katy 🙂

Traurige Zeit :(

Diese Woche war sehr traurig. Und überschüttet von Dramen. Diese hatten so gar nichts mit den Dramen der letzten Zeit zu tun und waren völlig anderer Natur. Aber deshalb nicht weniger traurig.

Als wir hierher gezogen sind, haben wir binnen weniger Tage Anschluss gefunden. Wir wurden so herzlich empfangen. Integriert in das Leben der Locals hier, ohne Fragen zu stellen, ohne Argwohn, den man Fremden gegenüber vielleicht haben könnte.

Wir fühlten uns innerhalb einer Woche, als gehören wir schon immer dazu.

Wir hatten aber auch Glück, grenzt doch unser Grundstück an das Grundstück einer riesigen Patchworkfamilie, die sich schon recht bald als zentraler Dreh- und Angelpunkt eines Teils der hiesigen Locals darstellte.

Unzählige Kinder, Geschwister, Neffen, Enkel, Onkel, Tanten und gelegentlich auch nur Freunde durften wir in den letzten Monaten kennenlernen. Und ich sag euch… jeder einzelne von Ihnen zähl ich zu den liebenswürdigsten Menschen, die ich je kennengelernen durfte.

Einer Familie so voll von Hilfsbereitschaft und Herzlichkeit, voll Liebe und Zusammenhalt begegnet man selten.

Und dieser Familie wurde ein Teil genommen. Das Herzstück der Familie, die liebe Tracy, Mutter, Stiefmutter, Oma und Tante hat den langen und sehr mutigen Kampf gegen den Krebs verloren.

Sie war eine so herzensgute und starke Frau. So lievevoll. Auch zu uns, die wir doch eigentlich Fremde sind.

Fly high, Tracy!

I will remember you as one oft the loveliest women I ever met in my life. We just have known us for a very short time of our lifes. But you and your whole familiy made our start here as perfect as it could be.. I always will be thankful for that.

Fly high, Tracy, and rest easy…

 

And to the rest of your lovely family… I will be there for you… no matter what. ❤

Ja mein englisch ist immer noch nicht perfekt. Aber was spielt das schon für eine Rolle?