Was jeder von uns tun kann, um einen Beitrag zur Rettung des Regenwaldes zu leisten.

Die Lunge der Erde brennt. Im Amazonas wüten verheerende Feuer. Brasilien verschwieg es 2 Wochen lang – und die Welt schaut zu.
Ich bin entsetzt, mir macht das richtige Angst.
Es wird allerhöchste Zeit für ein Umdenken.

Unser wichtigster Rohstoff, unser Sauerstoff, wird geopfert für den schnellen Dollar.

Der Amazonas wird brandgerodet für billiges Palmöl in Nutella und anderen Lebensmitteln, um Weideland zu schaffen für Rinder, aber vor allem, um Soja anzubauen, dass dann in Tierfutter landet, und an die Hühner, Schweine und Rinder verfüttert wird, die Tag für Tag auf unseren Tellern landen.

Und bei dieser Brandrodung gerieten die Brände ausser Kontrolle.

Unser Konsum tötet unseren Planeten, unser Konsum tötet uns.

Nein ich bin kein Veganer. Ich liebe Fleisch. Ich kann mir ein Leben ohne Milchprodukte oder Eier kaum vorstellen. Aber ohne Sauerstoff auch nicht.

Wir bezahlen für die Zerstörung unserer Erde!

Wenn unsere Versorger keine Skrupel kennen und derartigen Raubbau an unserem Planeten, an dem einzigen den wir haben, betreiben, ist es an uns, der Sache einen Riegel vorzuschieben.
Wir bestimmen, ob wir diese skupellosen Geschäftemacher mit unserer Gier und unserem gedankenlosen Konsum weiterhin für das Zerstören unserer einzigen Lebensgrundlage bezahlen, oder ob wir alle endlich anfangen, bewusst zu konsumieren und die Zerstörung der Erde aufhalten.

Nachfrage bestimmt das Angebot!

Fangt an Euren Konsum zu überdenken. Niemand muss auf alles verzichten und ich werde auch bestimmt in Zukunft kein Veganer werden. Aber ich hab eben mit meinen Jungs geredet.. die sind 10 und 12 jahre alt. Selbst die beiden haben verstanden, dass es keine gute Idee ist, Nutella mit Palmöl zu kaufen, jeden Tag Fleisch zu essen und Joghurts aus Plastickbechern zu futtern.

Jeder kann etwas tun!

Wir haben uns darauf geeinigt, fleischfreie Tage einzuführen, Milchprodukte nach und nach durch Alternativprodukte zu ersetzen und Produkte mit Palmöl durch alternative Produkte ohne Palmöl zu ersetzen. Auch wenn das Nutella und ne Menge Süßigkeiten dran glauben muss.

Meine Jungs waren traurig, was da gerade passiert. Trauriger über die Tatsache, dass skrupellose Geschäftemacher unser Erde zerstören, als über die Tatsache, dass sie in Zukunft vielleicht auf ein paar ihrer Lieblingsdinge verzichten müssen. Sie haben gegoogelt und sind entsetzt, welche Bilder sie gefunden haben.
Meine Kinder haben angefangen nachzudenken.

Bitte fange auch DU an nachzudenken.

Das ist meine ganz persönliche Bitte an jeden von Euch.

Jeder von uns muss was ändern.. nicht 100%, niemand muss alles geben. Aber es gibt ne Menge Dinge, die man tun kann, ohne, dass man verzichten muss. Wenn jeder nur das tut, was ihm leicht fällt, dann würde sich schon so viel ändern!

Verbreitet die Botschaft!

Aber dazu gehört zuerst einmal, dass man diese Botschaft in die Welt hinausträgt, denn erschreckenderweise weiß der Großteil der Menschen nocht nichtmal, was da grade wirklich passiert, warum es passiert und welche Auswirkungen das hat. Und noch weniger wissen sie, wie sie selbst als kleines Licht etwas sinnvolles tun können. Sinnvoller als jede Öko- oder Co2 Steuer. Also teilt diesen Beitrag oder schreibt eure eigenen Beiträge, nehmt diesen von mir aus als Grundlage, gebt ihn als euren eigenen aus ist mir scheißegal, aber postet diese Botschaft auf allen Kanälen, die ihr habt. Erschafft den Menschen ein Bewusstsein!!!!

Nachhaltiges einkaufen

Beim Versuch, gestern palmölfrei einzukaufen und ein bisschen darauf zu achten, was in meinen Einkaufskorb wandert, fiel mir auf, dass es gar nicht so leicht ist, palmölfrei einzukaufen und überdies auch noch sehr zeitraubend. Einige Produkte, von denen man es weiß, hab ich schon lange von meiner Einkaufliste gestrichen. Aber nun möchte ich verschärft darauf achten.  Ich hab grade am Süßigkeitenregal eine geschlagene Stunde lang Artikeletiketten gelesen und festgestellt: Das Zeug ist beinahe überall drin!!!

Deshalb hab ich mir gedacht, um es Allen ein wenig leichter zu machen, erzähle ich einfach, was ICH ändere. Diese Ideen braucht ihr nur übernehmen. Ihr müsst nicht bzw. nur kaum merklich verzichten.

Kleine Problemlösungen

1. Problem: Nutella

Nutella ist wohl DAS Palmöl-Produkt überhaupt. Aber grade Nutella muss man nicht kaufen. Es gibt zwei mir bekannte, tolle Alternativen. Zum einen Nudossi aus dem Glas, mit dem günen „Palmölfrei-Label“ drauf.
Schmeckt sehr lecker, ein bisschen anders, aber hat man das erste Glas gegessen und geht wieder zurück zu Nutella, könnte es passieren, dass man freiwillig bei Nudossi bleibt. Ich hab Nudossi in meiner Zeit in Meckpomm nur gegessen, leider bekommt man es im Westen noch eher selten. Zumindest nicht in unserer Kleinstadt. Im Kaufland ist es zu bekommen, hab ich mir sagen lassen, das gibts aber bei uns leider nicht.
Die andere Alternative gibt es in fast allen Edeka-Märkten. Es nennt sich Valsoia, ist ebenfalls palmölfrei und überdies vegan. Trotz seinen völlig anderen Inkredenzien ist es in Geschmack und Konsistenz nicht wiklich von Nutella zu unterscheiden.

2. Problem: Schokoladen und Schokoladenprodukte.

Alle Riegel wie Mars, Snickers, Bounty, auch Hanuta, Duplo, sämtliche Produkte von Kinder, Milka-Schokolade und auch viele Schokoladen anderer Hersteller sind ALLE durch die Bank mit Palmöl hergestellt.
Hier hab ich Alpia Schokolade als Palmölfrei ausgemacht, die gibt es überall, gekauft hab ich sie bei Edeka. Ausserdem ist Alpia traditionell in Papier und Alufolie gewickelt, was, wenn auch nicht optimal, auf jedenfall besser ist, als die moderne Plastikverpackung von Milka, Ritter-Sport und Co.

3. Problem: Maggi und Knorr-fix-Gewürztütchen.

In beinahe allen ist Palmöl drin. Mein Tipp: Kauft euch verdammt nochmal Gewürze und mixt selber!! Die Dinger sind nicht nur unnötig teuer, sondern eben voll mit Palmöl. Maggi gehört ausserdem zu Nestle und sollte man ohnehin nicht kaufen. Als Soßen-Extrakt ist „Soße pur“ von Knorr palmölfrei und zur Geschmacksverstärkung hab ich ne ebenfalls palmölfreie Bio-Gemüse-Brühe von Alnatura. Ansonsten: mit Knobi, Zwiebel, Salz und Pfeffer bekommt man an beinahe jedes Gericht nen leckeren Geschmack.
Es gibt auch spezielle palmölfreie Gewürzmischungen für Italienisch, Mexikanisch, Indisch usw. von Knorr „mein Würzgeheimnis“, das findet ihr im Glas im Gewürzregal, ich habs bei Edeka gekauft.

4. Problem: Fleisch.

Nein ich bin kein Vegetarier und ich liebe Fleisch und an der Fleischtheke zu verzichten, fällt mir nicht leicht! Daher mein Tipp: kauft BioFleisch! Soweit ich weiß, wurde das nicht mit dem Futter aus Amazonasanbau gefüttert (hab ich zumindest gestern bei meiner Recherche nach „sicheren“ Lebensmitteln gelesen). Von daher ist das wohl ein pro-Regenwald-Produkt. Aber vielleicht könnt ihr ja auch ein oder zwei Gerichte in der Woche kochen, in denen kein Fleisch enthalten ist.
Ich war neulich auf der Geburtstagsfeier des Sohnes einer Freundin, die vegetarisch lebt. Sie machte ne verdammt leckere Bolognese-Soße mit irgendeinem Fleischersatz. Nein ich bin kein Freund von solcher Pampe, eigentlich, aber die Bolognese hat so lecker geschmeckt, man merkte gar nicht, dass es kein echtes Fleisch ist. Ich werde besagte Freundin nach den genauen Zutaten fragen und ihr Rezept in einem weiteren Beitrag mit Rezepten zu veröffentlichen.

Vielleicht schafft ihr es aber auch, an ein paar Tagen der Woche einfach etwas leckeres aus der Abteilung „vegan“ zu kochen, in dem kein Fleischersatz drinne ist. Indisches Curry zum Beispiel… geht ganz einfach, ist schnell gemacht und absolut vegan – sofern man kein Hühnchencurry kocht – was man ihm überhaut nicht anmerkt. Ich liebe das Kartoffelcurry, nach dem Rezept einer weiteren guten Freundin, die sicher auch erlaubt, dass ich es Euch mitteile. Nur zwei Tage in der Woche ohne Fleisch… was würde sich DA ändern!

5. Problem: Milchprodukte

Milch gerät zum einen immer mehr in Verruf, man sollte sie ohnehin nicht im Übermaß konsumieren. Aber Käse – nein, darauf kann ich nicht verzichten. Aber ich greife immer öfter auf spanischen Ziegenkäse zurück, die Ziegen werden garantiert nicht mit Amazonas-Soja-Futter gefüttert. Ausserdem muss man Ziegen keine Babys wegnehmen, damit sie Milch produzieren, Milchziegen haben immer Milch. Ich weiß das, ich hatte mal eine.
Als Milchalternative kann ich wärmstens Kokos- Hafer und Cashew-Milch empfehlen. Schmecken alle verdammt lecker! meine Kids wollen nun Hafermilch (edeka, gut und günstig, Preis ist moderat) ausprobieren, ich steh total auf die Kokosnilk von myMüsli (ja NILK mit N, dank EU darf man das ja nicht mehr als Milch bezeichnen) (update: „Schmeckt ganz gut, halt bisschen anders, aber da gewöhne ich mich dran“ Zitat mein Sohn, 12 Jahre alt, zu seiner ersten Portion Zerealien mit Hafermilch)

Viele Sandkörner ergeben auch eine Wüste

Stellt Euch vor, ALLE Menschen, die in westlichen Ländern leben und die solche Produkte verwenden, würden nur diese 5 Tipps befolgen.. nur 5 Tipps!!!!
Es würde sich so ENORM viel ändern. Es würde SO VIEL dazu beitragen, dass zumindest nicht NOCH MEHR Regenwald brandgerodet werden müsste, um die Anbauflächen zu vergrößern, weil der Bedarf nicht mehr steigen würde.

Denkt nicht, ihr als Einzelner könnt nix ändern. Wenn jeder nur ein bisschen was tut, wenn jeder nur 5 der Sandkörner ist, sind wir alle zusammen eine Wüste!

Aber dazu brauchen wir Sandkörner, viele 5er Packs Sandkörner :p Also klärt auf, egal ob die Leute es hören wollen, oder nicht. Irgendwas bleibt immer hängen.

Hast du noch wertvolle Tipps? Was änderst du? Lass uns doch bitte daran teilhaben und schreibe einen Kommentar hier drunter. Wir können nicht genug Input bekommen.

Ja ich weiß, es wird vermutlich kommen: vegan leben. Aber darum soll es in dem Beitrag nicht gehen. Wir suchen Tipps und Veränderungen, die keinen allzugroßen Aufwand erfordern und von allen umsetzbar sind, ohne das Gefühl zu bekommen, auf alles verzichten zu müssen.
Erstmal ein kleiner Schritt. Wenn der erste getan ist, und ein Bewusstsein geschaffen ist, werden weitere folgen 🙂

DANKE fürs Lesen und schon jetzt großen Dank für Euer Engagement.

Eure Katy <3

Wie die Servicewüste Kunden zu Kunden aus der Hölle machte

Ihr erinnert Euch alle noch an „Service-Wüste Deutschland“? ein Begriff aus einer Zeit, zu der ich längst noch nicht zu den Verkäufern zählte und ich glaube, noch nichtmal wirklich mündig war, selbständig einzukaufen 🙂

Es muss eine Zeit gegeben haben, in der die Verbraucher laut wurden, Verbraucherschutzgesetze verschärft wurden  – oft zum erheblichen Nachteil der Verkäufer – und ein allgemeiner Unmut über die in Deutschland herrschende Servicewüste zu vernehmen war.

Die Verkäufer mussten sich fügen, die gesetzlichen Bestimmungen verlangten allerhand teils die Geschäftsgrundlage gefährdende Auflagen zu erfüllen, wollten Sie weiterhin ihrem Gewerbe nachgehen.

Wie schlimm die Servicelosigkeit wirklich war, oder wie weit dieser Slogan nur von Verbraucherorganisationen dazu benutzt wurde, um Stimmung zu machen und in Zeiten immer größer werdender Kaufhausgruppen mehr für die finanzschwächeren Käufer, als für die finanzstärkeren Großhändler zu tun, vermag ich übrhaupt nicht zu beurteilen. Wie gesagt – vor meiner Zeit! Aber es kehrte sich um. Gerade die Großen schrieben Kundenservice nun in überdimensionalen Lettern und warben damit. Teils mit einem Service, den man nur als Multikonzern versprechen und umsetzen kann, ohne rote Zahlen zu erwirtschaften.

In der heutigen Zeit vieler Klein- und Kleinstfirmen, die es aufgrund etlicher steuerlicher und anderer Auflagen und Verpflichtungen ohnehin schwer haben, haben Viele zwei Dinge im Ohr: Zum einen das Wort Servce-Wüste und zum anderen den beinahe demütigen Kundenservice der Großkonzerne, die es sich aufgrund ihrer Umsatzzahlen aber auch einfach leisten können. Die Masse gleicht es aus. Oder auch nicht. Nicht erst ein Großkonzern ging pleite, weil die Serviceangebote nicht mehr als Kundenservice genutzt und verstanden wurden, sondern gnadenlos ausgenutzt wurden.

Irgendwie muss diese Veränderung  im Serviceverhalten der Großen und der der Slogan „Service-Wüste“ in Käufern etwas ausgelöst haben.
Nämlich den Glauben, egal, was sie von einem Verkäufer möchten, dieser sollte am besten demütig buckeln und dem Kunden jeglichen Wunsch, auch wenn er noch so abwegig erscheint, oder gar nicht erfüllbar ist, von den Augen ablesen.

Tut er das nicht oder wagt es gar, die wenigen Gesetze zu Hilfe zu nehmen, die den Verkäufer vor ungerechtfertigten Forderungen seitens der Käufer schützen sollen, werden schnell Stimmen laut, die Unprofessionalität und Unfreundlichkeit bescheiningen.
Nicht selten finden dann  – gerade zu Zeiten von Socialmedia – öffentliche Hetzkampagnen statt, die den Verkäufer in einem möglichst schlechten Licht darstehen lassen sollen, und ihm so möglichst viele Kunden und mögliche Geschäfte zu vergällen. Ja man wünscht sich tatsächlich heimlich, dem Anderen so richtig zu schaden, nur weil man sich selbst ungerecht behandelt fühlt.

Ich spreche da durchaus aus Erfahrung. und zwar für beide Seiten. Sowohl als Kunde, als auch als Verkäufer! Und ich erlebe in meinem Beruf tagtäglich meine Kunden auch in ihrer Rolle als Dienstleister und Verkäufer. Ich bin immer wieder belustigt, mit welch unterschiedlichem Maß die ein und selbe Person messen kann, je nachdem, auf welcher Seite sie sich gerade befindet.

Ich möchte mich da auch gar nicht rausnehmen, wie oft habe ich mich schon öffentlich über Telekom, vodafone, irgendwelche Stromanbieter oder sonstige Heiopeis aufgeregt.. und sie als unfreundlich und Servicelos betitelt.

Aber wenn ich mal ehrlich in mich gehe… meistens wars tatsächlich so, dass der Verkäufer – oder Hotlinemitarbeiter, oder Angestellte, lediglich sachlich erklärte, dass mein Anliegen aus bestimmtem Grund nicht entsprochen werden kann. Und schon war ich auf 180, und bezeichnete mein Gegenüber als unfreundlich, obwohl dieses leidglich sachlich Fakten vortrug, die mir ganz und gar nicht gefielen.
Als Betroffener wird man dann leicht ärgerlich und versucht mit immer fieseren Sprüchen, mit Drohungen, den Ruf zu ruinieren oder den Vorgesetzten sprechen zu wollen usw usf. doch noch zu erreichen, was so eigentlich nicht vorgesehen ist. Wer kennt es nicht von sich selbst?

Seien wir mal ehrlich und gehen in uns.. In wievielen Fällen war es tatsächlich der unfreundliche Verkäufer und in wievielen Fällen war man einfach nur mit den Fakten unzufrieden und hat seinerseits die unschönen Fakten einfach als Unfreundlichkeit dargstellt? In wievielen Fällen wurde man deshalb selbst zum Kunden aus der Hölle?
Hat man es dann endlich geschafft, dem Verkäufer nach etlichen Vorwürfen auf der persönlichen Ebene eine nicht mehr ganz so freundliche Aussage zu entlocken, hat man endlich den Bewies für die noch immer existente Servicewüste, und rennt damit anprangernd an die Öffentlichkeit, um sich Luft zu machen, weil die Sache nicht den erwarteten Ausgang nahm.

Ja Asche auf mein Haupt, auch ich war schon ein Kunde aus der Hölle! Aber seit dem ich die andere Seite kenne, versuche ich wenigstens, fair zu bleiben. Gelingt mir im ersten Anlauf nicht immer. Deshalb mag ich hier auch keinesfalls mit Steinen werfen, ne Menge davon müsste ich mir selbst um die Ohren hauen.

Klar, gibt es auch schwarze Schafe, die sich tatsächlich aus der Verantwortung stehlen wollen. Die wollen wir nicht vergessen.

Aber so ein bisschen sollte jeder von uns mal in sich gehen und sich selbst in die Rolle des Verkäufers begeben und überlegen, ob er nicht gerade einfach ein bisschen übertreibt, nur weil sein Wunsch nicht erfüllt werden kann.

Wir sitzen alle im selben Boot.. mal sind wir Arbeitnehmer – mal Chef, mal Dienstleister – mal Auftraggeber, mal Kunde – mal Verkäufer.
Und wenn wir alle, mit denen wir zu tun haben, so behandeln, wie wir selbst behandelt werden wollen, dann werden aus der Service-Wüste und aus Höllenkunden wieder Teams
Und als Team kämpft es sich einfach besser 🙂

In diesem Sinne,

habt alle ein schönes Wochenende!

Eure Katy <3

Einfach mal Dankbar sein

Es ist ja vielen bekannt, dass es bei mir in letzter Zeit nicht ganz rund lief.

Höhen und Tiefen wechselten in atemberaubender Geschwindigkeit.  Bis ich die Hacke reingehauen habe.

Ich bin immer noch begeistert von dem Buch und seinen Auswirkungen und mein Herz ist viel stärker geworden seit dem.

Aber dann geschah etwas… das ihr bestimmt auch kennt. Wenn man so eine Aufgabe bewältigt hat, hat man oft das Bedürfnis, sich irgendwie belohnen zu müssen.

So auch bei mir. Aber womit?

Ich flog nach Deutschland um hier mit Freunden die ein oder andere Party zu feiern, die an eine der legendären Partys aus vergangenen Tagen anknüpft…

Was hatten wir alles geplant für meinen Aufenthalt hier? ???

Und es kam wie es kommen musste: Anders!

Es fing schon damit an, dass ich nicht mit einkalkuliert hatte, dass November Erkältungszeit ist.

Alle um mich herum laufen auf halber Kraft, dafür mit roten Nasen wie Rudolph durch die Gegend.

Die beruflichen Verpflichtungen meiner Freunde rufen unetwartet laut und so manches Treffen kam deshalb gar nicht erst zustande.

Und auch sonst hielt sich die Realität so gar nicht an unsere Pläne.

Kurzum. Statt mit rauschenden Party-Nächten verbring ich eine sehr chillige Zeit in Deutschland.

Ich hab kurz überlegt, ob ich deshalb nun gefrustet sein soll.

Aber nein… bin ich nicht.

Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich gar keine „Belohnung“ brauche.

Ich hab ein verdammt geiles Leben.

Ich kann mich in den flieger setzen und verreisen wann immer ich möchte und wenn ich nicht unterwegs bin, leb ich im Paradies.

Ich werd noch ganz oft nach Deutschland kommen und mit Sicherheit noch mehr als eine der legendären Partys feiern.

Diesesmal sollte es nicht sein.

Ich geniesse meine Zeit trotzdem hier, werde noch das Konzert meiner Lieblingsband besuchen.

Und danach flieg ich dankbar und mit Freude im Herzen zurück ins Paradies.

Bis bald,

Katy 🙂

Die Festplatte „Gehirn“

Ich bin ja grade einigermassen froh, dass ich durch das digitale Medien Studium wenigstens ein bisschen Ahnung von den 1 und 0 auf digitalen Speichermedien habe. So war ich einigermassen beruhigt, als die Autorin des Buches „das Kind in dir muss Heimat finden“ ganz zu Anfang schrieb, dass unser Gehirn im Prinzip wie eine Festplatte funktioniert, auf der Daten ebenso gespeichert, wie gelöscht und überschrieben werden können.

Computer? Die versteh ich.

Und als ob ich nicht schon gefühlte 342 mal darüber sinniert hätte, dass ich meinen kopf am liebsten umprogrammieren wollte.

Aber.. was mein Verstand in der Theorie längst wusste, konnte mein Herz in manchen Situationen einfach nicht unsetzen.

Es ist ja auch der gebeutelte Teil meines Ichs, der mit den Narben. Ewig hab ich darüber nachgedacht, im Internet recherchiert und bin zwar auf allerhand interessante Ansätze gestossen, ich merkte aber bei jedem, er bringt mich nicht weiter. Alles zielte immer darauf ab, dem verstand die IST-Situation zu verdeutlichen oder diesen in die gewünschte SOLL-Situation zu transportieren.

Aber mein Verstand war nicht das Problem. Ich weiss längst, wer ich bin, wie ich ticke und auch warum.  Aber….Mein Herz wollte meinem Kopf nicht so recht glauben und entwickelte von Zeit zu Zeit ein dezent irrationales Eigenleben.

In meinem letzten Beitrag fragte ich schliesslich nach Euren Strategien, um dem Herz einen imaginären Maulkorb zu verpassen.

Nun.. es brauchte weder einen Maulkorb, noch eine Feuerfeste Tür, hinter der man es einschliessen kann. Was für eine alberne Vorstellung auch, mein Herz hinter einer Tür zu verstecken. ? Aber gut, auch aus Schnappsideen entsteht bisweilen etwas Gutes.

In dem Falle etwas sehr Gutes. Ich bekam den entscheidenden Hinweis auf oben genanntes Buch (Danke Astrid) und die gedankliche Kurve dazu, dass mein gebrochenes Herz nicht alleine aus den letzten 15 Jahren rührt, sondern dass es sich schon viel länger mit nicht verheilten Wunden durchs Leben schleift. Seit meiner Kindheit. Im Grunde nichts Neues für mich. Durch diese Vergangenheitsbewältigung bin ich vor 8 Jahren durch. Ich glaubte allerdings, das alles verarbeitet zu haben.

Mein Verstand hatte das auch. Mein Herz nicht.

Durch das Buch hab ich erfahren, dass mein Erwachsenen-Ich die Situationen zwar prima analysiert und verstandesmässig verarbeitet hatte, aber mein kindliches Ich noch immer unter der damaligen Situation leidet und in gewissen Situationen heute daher mein Handeln übernimmt.

Ich hatte es wohl nie ganz überwunden. Und die Geschichte der letzten Jahre hat die kaum verheilten Wunden wieder aufgerissen.

Es ist also völlig überflüssig, mein Herz einzumauern. Ich hab in dem Buch endlich einen Weg gefunden, wie ich es reparieren kann.

Es wird sicher noch eine Weile dauern, bis der Prozess abgeschlossen ist.

Aber durch die Trennung vom Erwachsenen-Ich und dem kindlichen Ich, ist es zuerst möglich die brisanten Situationen mit Abstand zu betrachten und den kindlichen Anteil daran zu erkennen. Die kindliche Wahrnehmung der Wahrheit ist nämlich nichts weiter, als ein Komposium aus Erlebnissen und Erfahrungen, die unsere Wahrnehmung prägen. Wir nehmen uns und unsere Umgebung schlichtweg so wahr, wie wir es durch frühkindliche Prägungen erlernt haben. So entsteht unsere ganz eigene Wahrnehmung der Realität. Gespeichert auf der Festplatte „Gehirn“.

Gerät man nun als Erwachsener in eine Situation, die das kindliche Ich triggert, übernimmt dieses die Handlung und spult die erlernte Wahrnehmung als Realität ab. ist man sich dessen nicht bewusst, übernimmt das Kind komplett die Handlungen und agiert oft eben kindlich irrational. Meine Verstandesebene hatte das alles ja schon erfasst, analysiert und verarbeitet. So kam es, dass mein inneres Kind in den prekären Situationen zwar nicht komplett die Handlungen übernahm, ich aber in einen inneren Zwiespalt geriet, der einen unglaublichen Hirnfick mit mir veranstaltet hat und ich mich einem Druck ausgesetzt fühlte, dem ich nicht mehr Herr wurde.

Alleine schon dieses Wissen hat eine enorme Veränderung in mir ausgelöst.

Hab ich doch endlich einen plan um aus den viele puzzleteilchen endlich ein bikd zu legen

Aber es geht noch weiter…

Man kann die daten auf der festplatte gehirn ebenso umschreiben, bzw überschreibcn, wie auf der eines computers.

Es ist tatsächlich möglich, sich seine eigene wahrnehmung von sich und der welt so zu gestalten, wie auch jmmer man das möchte.

Ich bin mir sicher, damit könnte man auch viel Unsinn treiben ?

Es funktikniert nicht wie bei windows, speichern mit einem klick, nein….nicht mit einem mal, man muss mehrmals drüberschreiben. Man muss die neue datenautobahn in guter alter handarbeit erstellen. Das dauert seine Zeit

 

aber alleine die tatsache, dass ich nun endlich weiss, wie ich ticke, und vor allem wieso, half schon dabei, ein ganz neues inneres Gedühl zu erlangen.

 

Leicht. Frei. Irgendwie in Ordung.

 

Schwachpunkt Herz

Jeder sagt mir ständig, ich wäre so eine starke Frau. Vermutlich bin ich das auch. Auch wenn ich mich oft nicht so fühle.

Klar, irgendwie schein ich aus Hartholz zu sein, wer mich länger kennt weiss, dass ich mich aus jeder Situation herauswurschteln kann, oft übelst Federn dabei lasse, und am Ende doch lachend auf 2 Beinem da stehe und sage, jo.. ich habs geschafft.

Eigentlich bleibt mir aber nur nichts anderes übrig. So stark bin ich gar nicht. Wenn man keine andere Option hat, muss man eben kämpfen. Und gewinnen.

Aber ich schweife ab. Was ich sagen wollte ist, dass ich mich gar nicht stark fühle.

Nicht wirklich. Denn egal wie stark ich bin, ich kenne meine Schwachstelle. Mein Kryptonid.

Und das ist mein Herz.

Auch das musste kämpfen. Und es wurde von allem am meisten in Mitleidenschaft gezogen. Weil es immer an vorderster Front kämpft. Ohne Rüstung. Und seine einzige Waffe Liebe ist.

Oh ja.. es kämpfte in allen Schlachten mit und in der Letzten hat es verloren. Übel zugerichtet schlich es sich gebrochen aus der Kampfarena.

Erst ein Jahr später kann ich sagen, dass die Wunden verheilt sind. Aber die Narben daran… die jucken und brennen und bereiten ihm immer noch Unwohlsein.

Mental neu gerüstet und definitiv stärker denn je, bin ich bereit, wieder auf die Welt losgelassen zu werden. Neu durchzustarten. Meinen Weg zu gehen.

Aber ich merke, wie mein Herz mir immer im Weg steht. Es ist noch nicht bereit, für die grosse Welt da draussen. Und ich glaube, es wird noch eine ganze Weile brauchen, bis es das wieder sein wird. Es ist noch zu verletzlich, hat zu wenig Kraft und wird daher oft ein wenig irrational.

Aber wie stark ist man noch, wenn das Herz die Schwachstelle ist?
Man kann so stark sein, wie man will, wenn das Herz der schwache Punkt ist, ist man verwundbar. Sehr verwundbar.

Wie also bekommt man das in den Griff? Die Leute da draussen wissen nichts davon. Man sieht es einem Herzen nicht an. Auch der Person nicht, in der es schlägt.. und so passieren ständig Dinge, die für andere normal sind, aber die mein Herz treffen und die es nicht abwehren kann, weil es einfach noch nicht genügend Kraft hat.

Nun kann ich mich aber nur schwerlich zu Hause einschließen, und warten, bis alles vorbei ist und auch mein Herz wieder ganz geheilt ist.

Also brauch ich einen Plan.

Ich hab noch keine Ahnung welchen.

Aber er sollte ungefähr die Wirkung einer Feuerschutztür haben, hinter der ich mein Herz erstmal einschliessen kann und die nur aufgeht, wenn ich das will. Bewusst.

Ein Ziel hab ich also. Mir fehlt nur der Weg dahin.

Eure Schwarmintelligenz bei meiner Wutbewältigung vor einem halben Jahr hat prima geholfen. Ich bin die zerfressenden Gedanken an diese eine Person in kurzer Zeit losgeworden. Freischwimmen hat seit dem ne völlig neue Bedeutung für mich ?

Vielleicht hilft mir eure Schwarmintelligenz auch hier weiter.

Wie schützt man sein Herz vor den ups- and downs der Gefühle?

Wie kann man verhindern, dass einem Dinge nahegehen? Dass Worte, die egal ob sie  wie Messer schneiden oder oder süß wie Honig sind nicht den direkten Weg ins Herz finden und dort Schaden anrichten?

Auch wenn ich es eigentlich liebe, ein Gefühlsmensch zu sein, tut mir das im Moment nicht gut. Ich brauche Gefühlsruhe. Keine ups and downs mehr.

Was sind Eure Strategien?

 

 

 

 

 

Kampf gegen Windmühlen

Wer kennt ihn nicht? Den aussichtslosen Kampf für eine Sache. Man gibt alles, versucht alles, kämpft wie eine Amazone für etwas, was einem Wichtig ist.

Man vergisst sich selbst. Stellt „die Sache“ auf den vordersten Rang der Prioritätenliste, vernachlässigt andere Dinge, nur um diese eine Sache voranzutreiben und zu bewältigen und zu einem Ende zu bringen, immer in der Hoffnung eines Tages die Früchte seiner harten Arbeit ernten zu können. Man entwickelt einen nie gekannten Ehrgeiz.

Die Zeit zieht vorüber, es stellen sich scheinbare Erfolge ein. Aber man hat dennoch immer wieder Misserfolge, die den Erfolg verblassen lassen.

Natürlich ist es gut, für eine Sache zu kämpfen. Nicht gleich aufzugeben. Dinge nicht bei den ersten Hindernissen hinzuwerfen und dafür einzustehen. In einer Zeit einer äusserst schnelllebigen Gesellschaft ist es ein wichtiger Gegenpol, an Dingen festzuhalten. Nicht alles hinzuwerfen, was mit etwas Energie, Einsatz, mit Mut und gutem Willen vielleicht doch eines Tages….

Aber zu welchem Preis? Es ist ein schmaler Grat zwischen dem gesunden, mutigen Kampf für eine Sache und dem Kampf gegen Windmühlen.

Man verliert sich zu leicht in diesem Kampf. Hat man doch schon so viel investiert. So viel Energie, Kraft und auch Liebe in diese Sache gesteckt. Immer scheint man kurz vorm Ziel. Und doch kommt man nie an.

Es ist gut, für eine Sache zu kämpfen. Es ist wichtig, nicht gleich aufzugeben. Aber wenn man merkt, dass das Ziel trotz aller Anstrengung nicht näher rückt, sollte man auch den Mut und die Kraft haben, den Kampf aufzugeben. Egal wieviel man bereits investiert hat. Egal wieviel Liebe und Herzblut man in die Sache gesteckt hat und egal, wie sehr man es sich herbeisehnt, endlich das Ziel zu erreichen.

Kein Weg ist in Stein gemeißelt. Kein Ziel ist das Ultimative.  Es gibt so viele Dinge auf der Welt, für die es sich auch lohnt, zu kämpfen. Und das wichtigste Ding seid ihr selbst.

Behaltet eure Ziele genau im Auge. Gebt alles, um zu erreichen. Aber eh ihr nach dem x-ten Fehlschlag aufsteht, euch den Dreck erneut abklopft und euch verbissen dazu entschliesst weiterzukämpfen, weil ihr schon so viel investiert habt, prüft genau, ob das Ziel wirklich so wichtig ist. Wichtiger als das, was ihr für den Kampf opfert. Ob es die Energie wirklich wert ist. Und habt den Mut, eine aussichtslose Sache auch aufzugeben. Auch wenn es schmerzt und jahrelange Arbeit umsonst war.

Kämpft für euch selbst. Statt gegen Windmühlen.

 

 

Überwältigend!

Ich hab die tollsten Freunde und Bekannten der Welt! Niemals hätte ich mit soviel Reaktionen auf mein „Gejammere“ gerechnet, und erst recht nicht damit, dass die Schwarmintelligenz von euch allen, eure zahlreichen Geschichten, Erlebnisse und Lösungsansätze mich tatsächlich dahin bringen, wo ich hinwollte.

Es hat mir so viel gebracht, mit euch zu schreiben. Ich hab tatsächlich erkannt, wo mein Problem liegt und fantastischerweise auch direkt einen Lösungsansatz bekommen, wie ich es bewältigen kann und das Gedankenkarussel durchbrechen kann!

Genau diesen möcht ich euch nicht vorenthalten…

Was ich aus dem heutigen Tag gelernt habe ist, dass ich noch immer eine unsagbare Wut in mir trage. Wut darüber, infamen Machenschaften aufgessen zu sein, darüber, welch perfide Spiele besagte Person spielte, und auch darüber, dass ich so doof war, und nicht auf meinen Bauch gehört habe, der schon viel länger wusste, was da vor sich geht, als mein Verstand es überhaupt registrieren wollte.

Ich habe gelernt, dass die Wut nicht falsch ist, und dass es mich nicht zu einem schlechten Menschen macht, wenn ich sie zulasse.

Deshalb werd ich meiner Wut Raum geben, sie zulassen, in einem kontrollierten Rahmen…jeden Tag ein bisschen. Und vielleicht verschwindet sie dann irgendwann…

Mein letztes Wort (für heute) : DANKE!