La Gomera

Ich sitze ungelogen schon seit Tagen an einem neuen Blogbeitrag, weil ich euch so gerne La Gomera und unsere Erlebnisse schildern wollte, aber ich bekomme nichts zusammen. Es liegt einfach daran, dass es mir an passenden Worten fehlt.

Es ist so unbeschreiblich schön hier. Dieser Ort tut der Seele so unendlich gut.

Der zentrale Platz vom Valle Gran Rey ist der Plaza in La Playa. Dort findet das ganze Leben statt. Man trifft sich, egal ob Rucksacktouristen, Einheimische, nicht-mehr-heim-Gefundene, oder „normale“ Touristen. Man trifft sich, man redet, man teilt Ansichten und Geschichten ebenso wie Getränke und Joints. 🙂

Und alle zieht er an, der magische, einmalige Flair dieses Ortes. Es gibt ne Menge Menschen, die einst 10 Tage Urlaub machen wollten und nun schon mehrere Jahre hier sind. Es ist so leicht, sich hier wohlzufühlen, so leicht hier alle Sorgen zu vergessen. Man blickt auf den Atlantik, fühlt, hört und sieht seine gewaltige Kraft und man realisiert, wie klein man selbst ist und wie unbedeutend so manches Problem auf einmal wird. Es spielt hier keine Rolle, woher du kommst, wohin du gehst, wie du aussiehst ist völlig Wurscht. Hier gibt’s es keine Menschen, die Schaulaufen machen und sich an Originalität ihrer Outfits übertreffen wollen, wie das ist anderen Touristenorten am Abend so üblich ist. Hier gibt es keine Bettenburgen. Keine Diskotheken. Nur wenige gemütliche Restaurants und Bars.

Aber der schönste Ort ist ohnehin der Plaza am Abend. Wenn die Sonne untergeht und alles was Füße hat sich am Strand an der Mauer versammelt, um den Sonnenuntergang zu feiern. Ja, in La Gomera wird der Sonnenuntergang gefeiert. Jeden Abend. Alle versammeln sich. Die etwas angegrauten Hippies kommen mit ihren Trommeln an den Strand und begleiten den Weg der Sonne in den Atlantik mit rhythmischen Klängen. Diese Melodie aus Meeresrauschen, Trommeln und Menschengemurmel werde ich mein Leben lang nicht mehr vergessen.

Ist die Sonne untergegangen, kommen meist noch Feuerkünstler und tanzen mit ihren Flammen zu den Klängen der Trommeln. Die Kinder rennen mit ihren Fußbällen über den Plaza, kicken sich Bälle zu, während Touristen darüber laufen und gelegentlich mitspielen. Niemand stört sich an irgendetwas, alle haben ein Lächeln auf dem Gesicht, Oft entstehen spontane Partys, die aber ausnahmslos früh enden. Gegen 23:00 Uhr geht Gomera schlafen, um am nächsten Tag wieder fit für Wellen, Wind, Sonne und Frieden zu sein.

 

Der letzte Tag auf la Palma

Heute ist unser letzter Tag auf der Isla Bonita. Nochmal Wäsche waschen, alles packen, eine Runde Autotetris spielen  – Torsten ist darin inzwischen ein wahrer Weltmeister – dann geht es morgen früh um 5:30 Uhr mit der Fähre auf La Gomera. ( wer kommt eigentlich auf die Idee, die einzige Fähren von hier nach da um 4:00 und um 5:30 Uhr abfahren zu lassen? ). Das bedeutet für uns, heute Abend zeitig zu Bett gehen und um 2:00 Uhr nachts wieder aufzustehen.

Der Abschied von La Palma fällt nicht leicht. Ich hab mich hier sehr wohl gefühlt, was nicht zuletzt an unserer grandiosen Unterkunft gelegen hat. Und an den Menschen hier und der generell friedlichen Stimmung hier.  Wo passiert es einem schonmal, dass man einen Weg entlang läuft, einem wildfremde Menschen entgegen kommen, die einen erstmal in den Arm nehmen und so liebevoll begrüßen?

Aber ich freu mich auch unheimlich auf La Gomera. Auf das Valle Gran Rey, auf die vielen Musiker, die dort anscheinend jeden Abend irgendwo musizieren, auf unser Feriendomizil, dass nur 60m Fußweg vom Strand entfernt ist und darauf, die Insel kennenzulernen, die mich von den Kanaren am meisten fasziniert.

Bis es soweit ist und ich von Gomera aus berichten werde, hier noch ein paar Fotos aus La Palma.

 

Noch ein bisschen Teneriffa

Endlich hab ich es mal geschafft, noch ein paar Fotos aus Teneriffa zu bearbeiten, die mit der großen Kamera entstanden sind…

Teneriffa in den Wolken…

Der Ausblick aus unserer Ersatzwohnung

Der Atlantik hat einfach die schönsten Wellen.

Diese natürliche Badewanne fand ich faszinierend…

Das etwas andere Leben….

…haben wir gestern erleben dürfen.

Vorgestern, als wir vom Strand zurückgefahren sind, haben wir zwei Jungs aufgegabelt, die per Anhalter unterwegs waren. Wie es der Zufall will, zwei Pfälzer und zwei echt coole Socken. Anfang 20, zum Überwintern auf den Kanaren. Faszinierend, die Jungs haben in ihrem jungen Leben schon gecheckt, wofür ich 45 Jahre benötigte.

Sie erzählten uns von einem alternativen Markt in los Llanos, der gestern stattfand. Wir verabredeten uns spontan, und fuhren gemeinsam dahin.

Der Markt und vor allem die Menschen dort, haben mich nachhaltig beeindruckt. Aussteiger und Andersdenkende, die sich in allen Sprachen unterhielten, einfach nur so, oder um an ihren Ständen Selbstgemachtes oder Altes zu verkaufen. Es gab Musiker, die auf allen möglichen Instrumenten musizierten, es gab Artisten, und – was mich besonders beeindruckte, einen Fotografen, der mit einer Uraltkamera, oder fast schon antiken Kamera, analoge Fotos machte, und diese dann auch in einer mini-Dunkelkammer sofort entwickelte… und die Fotos waren großartig!

Auf dem ganzen Markt herrschte eine friedliche und harmonische Stimmung, wie ich sie nich nie erlebt habe.

Es war so beeindruckend, dass ich es nicht übers Herz gebracht habe, mein Handy zu zücken und auch nur ein einziges Foto zu machen. Das Handy oder gar die grosse Spiegelreflex hätten alles kaputt gemacht. Keiner hatte ein Handy in der Hand oder am Ohr. Es hätte nicht gepasst und ich wäre mir vorgekommen, wie ein Gaffer.

Es war wie das Eintauchen in eine andere Welt. Ich hab mich zu Hause gefühlt, obwohl ich nicht dazu gehört hab.

Als der Markt schloss, sind alle zum Strand nach Tazacorte gefahren, um Spaß zu haben zu musizieren, Bälle zu jonglieren oder einfach nur die Sonne zu genießen.

Leider mussten wir zeitig wieder los, da die Hunde zu Hause waren, ich wäre gerne noch geblieben!

Heute sind wir wieder mit einem der Jungs verabredet, unsere Jungs möchten unbedingt das alternative Dorf sehen, in dem Einige in Höhlen wohnen. Ich freue mich schon drauf, noch ein bisschen tiefer in diese andere Welt einzutauchen und unseren Jungs zu zeigen, dass auch ein Leben jenseits von PlayStation und Nutella lebenswert ist.

 

Edit… wir haben sie leider nicht gefunden. Wir sind zwei Stunden rund um den Berg marschiert, sind auch an einer Art Siedlung gelandet, wir denken, dass es die richtige war. Doch wie das in Spanien so üblich ist an heißen Tagen, wurde Siesta gehalten und keine Menschenseele war zu sehen. Einfach irgendwo „einzudringen“, zu rufen oder zu klopfen, haben wir uns nicht getraut, ich hatte irgendwie einen heiden Respekt in mir und wollte diese Menschen keinesfalls stören.

Auf dem Heimweg, als wir schon wieder am Auto waren, trafen wir auf einen der Bewohner, den wir gestern schon kennenlernen durften… ihm hätten wir folgen können, aber den Weg ein zweites Mal marschieren wollte keiner von uns :p

Aber es war dennoch ein toller Tag. Jeder von uns macht sich so seine Gedanken und erneut stellen wir fest, wie so oft in letzter Zeit, Glück hat so rein gar nichts mit Reichtum oder Besitz zu tun. Wir sind sehr dankbar für die vielen Eindrücke und Erfahrungen, die wir machen dürfen. Gleichzeitig aber auch sehr beeindruckt.

La isla bonita

… und es ist keinesfalls übertrieben. La Palma ist wirklich wunderschön.

So grün, so viel Wald und so warm! Selbst auf 800m Höhe, bei der man in Teneriffa morgens und abends vor Kälte zitterte, ist es hier angenehm mild.

Aaaaber, es ist noch kurviger, als Teneriffa . Man braucht für 15 km Weg beinahe ne Stunde… und es ist echt einsam hier. Zumindest hier, wo wir sind. Aber das seh ich nun nicht als Nachteil ??

Dafür ist unser Ferienhaus der absolute Wahnsinn. Hier gibt es alles… eine komplett eingerichtete Küche, mit sämtlichen Haushaltsgeräten, die man zum Kochen braucht. (Ganz im Gegenteil zu den Wohnungen auf Teneriffa). Es ist sauber und mit so viel Liebe zum Detail eingerichtet. Es hat eine Heizung respektive Klimaanlage, wir müssen abends nicht mehr mit dicker Jacke und Hose auf der Couch sitzen. Der Aussenbereich ist genauso wundervoll, eine herrliche Terrasse mit Sitzgruppe und Liegestühlen. Man hat ab 10 Uhr früh Sonne, bis sie untergeht, oder Wolken kommen. Es gibt einen Außenkochbereich mit riesigem Grill und Steinbackofen. Man möchte hier glatt einziehen. ??? Aber ich glaube, die Besitzer nutzen das Häuschen gelegentlich selbst.  Was ich absolut nachvollziehen kann.

Die Vegetation auf La Palma  ist wirklich einmalig. Viele endemische Pflanzen, also Pflanzen, die es ausschließlich auf La Palma gibt, gedeihen hier. Ich werde heute mal mit den Jungs das Internet wälzen und dann machen wir Unterricht in der Natur, und versuchen, ein paar der endemischen Pflanzen zu finden. Da wir nichts pflücken möchten (und auch keine getrockneten Pflanzen mit auf Reisen nehmen können) darf Len eine fotografische Dokumentation machen. Ich hoffe, den Jungs macht es Spaß!

 

Es geht weiter, Klappe, die 2.

Nachdem gestern unsere Überfahrt ausfiel, weil ich nen falschen Tag auf der Fähre gebucht hatte, stehen wir nun wieder am Fährhafen. Wir konnten die Fähre zwar umbuchen, aber gestern war sie schon voll..

Nach einer weiteren Nacht auf Teneriffa,  einem letzten Besuch auf der Kartbahn und ein paar Stunden arbeiten am Strand von El Médano, sind wir alle froh, dass es nun endlich weitergeht.

Ich stelle fest, die Serpentinenstraßen in Teneriffas Gebirgen sind nichts für mich.. Ich bekomme bei den engen, steilen Kurven regelmäßig Schweißausbrüche.

Hoffentlich ist die Zufahrt zu unserem Ferienhaus halbwegs erträglich… Sonst sterb ich neun Tage lang ständig den Heldentod. ??

Es geht weiter…

Heute ist unser letzter Tag auf Teneriffa. Wir verbringen ihn in Abades, einem Retortendörfchen, aber mit einem der schönsten Strände auf ganz Teneriffa.

Um 19:00 geht die Fähre und bringt uns nach La Palma. Dort dürfen wir ein wunderschönes Ferienhaus beziehen, auf dem Berg gelegen mit viel Natur drumherum. Nach den zwei Wochen Stadtleben in Icod freuen wir uns alle sehr darauf.

Wir können eines mit Sicherheit sagen: Teneriffa ist nicht unsere Insel.  Publikum zu alt, Strände zu klein, und insgesamt ist es zu bergig. Aber es war ja auch die erste, noch vier interessante Inseln liegen vor uns, und zwei weitere haben die Kanaren noch in petto. Wir werden unsere Insel finden.

Die nächsten beiden werden es wohl eher auch nicht, aber dennoch sind La Palma und La Gomera die Inseln, auf die ich mich am meisten freue.

Ich werde berichten.

Bis dahin sag ich auch Tschüss, w irgendwie lesen uns wieder in La Palma.

Ein Tag im Loro Parque

Eigentlich bin ich ja kein Freund von Zoos. Aber im Loroparque hat man wenigstens das Gefühl, dass sie sich Mühe geben, den Tieren ein artgerechtes zu Hause zu bieten. So hat es zum Beispiel bei den Pinguinen tatsächlich geschneit und sie durften so auf echtem Eis rumlaufen.
Ein paar Eindrücke in Bildern hab ich euch mitgebracht.

 

Auf den zweiten Blick…

…Ist das neue Apartment gar nicht so schlecht. Die zugehörige riesige Terrasse mit Sonne von 10 bis abends entschädigt für vieles. Freier Blick auf den Atlantik. Herrlich!

Und die Waschmaschine haben wir auch gefunden 🙂 auf der terasse um die Ecke gab es noch einen Raum. Nun müssen wir nicht mit zwei Koffern voller Dreckwäsche nach La palma reisen 🙂

Also ist mal wieder bewiesen… Es kommt, wie es kommen muss und am Ende ist alles gut.