Die erste Woche…

…. als Majoreros (so nennen sich die Einwohner Fuerteventuras) ist beinahe vorbei.
Beinahe alle wichtigen Amtsgänge und Besorgungen sind erledigt, wobei es sich zu einem wahren Abenteuer gestaltete, hier ein Bankkonto zu eröffnen. Wer der Bürokratie Deutschlands entfliehen möchte, ist in Spanien definitiv FALSCH! lol
Aber nach gefühlt 28 Versuchen, und unzähligen Dokumenten, die wir besorgen mussten haben wir es doch geschafft, ein Bankkonto ist eröffnet..

Nun haben wir nur noch eine Hürde zu bewältigen, Internet zu beantragen. Das wollen wir gleich tun und dann…. kann der Alltag losgehen!

Wir haben uns alle schon gut eingelebt hier und ich fühle mich wirklich schon richtig zu Hause.. ein schönes Gefühl nach drei heimatlosen Monaten.

Ein bisschen Alltag ist auch schon eingezogen, die Jungs lernen jeden Tag fleißig und haben riesigen Spaß daran, ihren Unterrichtsstoff online und am Tablet zu bewältigen. Ich hab meine Jungs noch nie so begeistert lernen gesehen. Das Gute ist, sie können sich die Kapitel, die sie lernen wollen, frei auswählen. Aus allen Fächern, und aus allen Klassenstufen.
Meistens beschränkt sich Ihre Fächerauswahl jedoch auf Deutsch, Mathe, Sachunterricht und Spanisch 🙂 reicht ja auch… so wichtige Dinge wie Religion lassen wir (sie) ganz galant unter den Tisch fallen… dafür lernen sie Wichtiges über Lerntechniken, über Sozialverhalten und das richtige Kommunizieren miteinander.

Auch wenn die anfängliche Begeisterung und das am liebsten 24-Stunden-lernen-wollen bereits etwas abebbt, bin ich mehr und mehr davon überzeugt, dass Kids eigenverantwortliches Lernen viel mehr zu Gute kommt, sie viel mehr verstehen und vor allem wesentlich mehr bereit sind, freiwillig zu tun. Ich musste auf jeden Fall schon ganz viele Fleißsternchen verteilen lach, weil alle beide immer weit über unsere Erwartungen hinaus arbeiten. Ich bin mal gespannt, wie sich das bis Ende August entwickelt, so lange sind sie ja ganz offiziell von der Schule befreit und haben die Möglichkeit, das Freilernen zu geniessen und zu erleben.  Ich würde mir wünschen, dass es so gut klappt, dass sie ihre komplette Schuldbildung frei erlernen können und somit ihre Interessen und Begabungen optimal gefördert werden können..

Lassen wir uns überraschen 🙂

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