Von Neid, Mißgunst und kuriosem Handeln -Teil 2

„Das kann doch nicht sein… Das hab ich letztzens noch in den USA gesehen und mir überlegt, das auch zu tun… die hat mir meine Idee gerklaut!! Und nun reden die auch noch alle über sie… das kann nicht angehen, was mach ich nur?“ Branka war ratlos… Ihre Frustration schlug in Wut um, der Entschlossenheit folgte.
„Was die kann, kann ich auch! Aber zuerst muss ich sie loswerden!“
Zuerst muss das Gerede über sie aufhören, in IHRER Gruppe! „Aus ihrer Gruppe hat sie mich rausgeworfen und nun wirbt sie in meiner Gruppe, sogar ohne selbst dort zu sein! DAS GEHT SO NICHT!“ dachte sie erzürnt und beschloss einen weiteren, hoffentlich endgültigen Schlag gegen Karina und ihr albernes Bonbongeschäft.

Als erstes wurden rigoros alle Störenfriede und Karina-Anhänger aus ihrer FB Gruppe entfernt. Und, damit gar niemand mehr auf dumme Gedanken kam, gab es umgehend eine neue Regelung in ihrer Gruppe: Karina und die Erdbeerdrops wurden zu der, deren Namen man nicht nennen darf. Nein nicht Voldemort, aber dieses leidige Thema war tabu! SO!.. „Das sollte ja wohl genügen, um mir diese lästige Zecke vom Halse zu schaffen.“ Erneut rieb sich Branka am Ende des Tages zufrieden ihre Hände, und plante ihr Startup mit einem eigenen Bonbonbusiness. einen Namen hatte sie auch schon, „Sugar Sweet Bonbons“ viel besser, als olle Erdbeeren.

Während Karinas Bonbongschäft binnen kurzer Zeit zu einem riesen Unternehmen wuchs, tüftelte Branka an ihrem eigenen Business. Wieder setzte sie auf günstig. bekam einen heißen Tipp für einen Bonbonfabrikanten im Ausland und ging mit ihrem Geschäft an den Markt. Natürlich, um mehr Kunden zu haben wie Karina, unterbot sie Karinas Preise.
Karina ließ sich nicht beirren, auch wenn sie nun eine zünftige Konkurrenz hatte, Sie wusste um die Qualität ihrer Bonbons.

Nach wenigen Monaten hatte Karina die Existenz ihrer ehemaligen Freundin und nun schärfsten Konkurrentin völlig vergessen. Inzwischen gab es nicht nur einen weiteren Bonbonshop, sondern eine Menge.. sie sprossen aus dem Boden, kamen und gingen. Karina musste sich keine Sorgen machen, denn sie schaute nicht auf die anderen.

Die Jahre zogen ins Land und bis auf die Tatsache dass Karina neue Rezeptideen nie lange für sich alleine hatte, da die Konkurrenz wachsam war und auf jeden Trend direkt aufsprang, ärgerte sich Karina nicht über ihre Mitbewerber. Sie waren da, aber sie störten nicht,  ihr Business florierte und wuchs.

Branka versucht ihr Bonbonbusiness mehr schlecht als Recht am Leben zu erhalten. Irgendwie lief alles nicht so, wie es sollte…
„Was macht diese doofe Kuh nur? Warum ist die so erfolgreich und ich nicht? Jetzt fährt die auch noch auf die Größte Süßigkeitenmesse der Welt, der Sweetypina! Ich hätte noch nicht mal das Geld, mir dort einen Stand zu mieten!!! ICH HASSE SIEEEEEEEE“ Wieder einmal war Branka stinkesauer. Ihre Halsschlagader schwoll auf bedenkliche Ausmaße und über ihrem Kopf waberten sprichwörtlich dunkle Wolken.
„Das Geheimnis ist die Bonbonfabrik! Die machen einfach viel leckerere Bonbons, als meine Fabrik, die Fabrik ist dran schuld! Ich muss unbedingt herausfinden, wer die Bonbons für Karina produziert! Nur so werden meine Bonbons genauso lecker. Und das vor der Sweetypina! Und dann, ja DANN werde ich es ihr ZEIGEN!!!!“

***to be continued***

Von Neid, Mißgunst und kuriosem Handeln – Teil 1

Heute erzähl ich euch eine natürlich rein fiktive Geschichte über die Auswirkungen von Neid und Mißgunst.
Denn Neid und Migunst treiben bisweilen seltsame Blüten… Also lest aufmerksam und lernt aus der Geschichte.

Branka hielt sich für einen begnadeten Kreativkopf. Sie übte sich in Webdesign, und in Grafikdesign und schaute sich immer fleißig die Arbeiten anderer an, um sich weiter zu entwickeln. Dabei schielte sie schon immer auf ihre Freundin, die Karina, die obwohl diese das Gleiche tat, die gleichen Bekannte und damit potentielle Kunden hatte, wie sie, dennoch soviel erfolgreicher war. Das war Branka ein mächtiger Dorn im Auge. Sie überlegte sich eine Strategie, wie sie mehr Kunden ergattern konnte, als Karina und dachte sich, das könne man doch ganz gut über den Preis regeln. „Ich biete meine Dienste für die Hälfte an.. dann muss ich zwar doppelt so viel arbeiten, hab aber auch doppelt so viele Kunden, wie Karina.“ Und warb mit Billigpreisen.

Karina sah das natürlich und wunderte sich. Sie hielt dagegen und warb mit Qualität, die eben ihren Preis hat.

Das hätte sie mal besser nicht getan, denn umgehend hatte sie eine PN im Postfach auf FB: „Wie kannst du mir so in die Parade pfuschen??? Musst du mir alles kaputmachen? Du hast doch schon genug Kunden! Und du weißt genau, dass ich das, was du als Qualität anbietest nicht kann!“  Karina wunderte sich erneut, sie hat doch nur den beworbenen Billigpreisen ihre vorhandene Qualität entgegen gesetzt. Und war es ihre Schuld, wenn Branka keine Qualität erstellen kann?

Die Freundschaft von Branka und Karina kühlte nach dem Vorfall merklich ab. Beide hatten ihre Kunden und arbeiteten auf ihre Weise. Da Karina für jeden Auftrag doppelt so viel Geld erhielt, konnte Sie sich natürlich auch für jeden Auftrag doppelt so viel Zeit nehmen. Karina erwarb Wissen, wie man Webseiten selbst aufbaut, um sich unabhängig von vorgefertigten Designs zu machen und um ihren Kunden Individualität bieten zu können. Branka lernte, wie man vorgefertigte Designs umbaut.

Eines Tages sah Branka das neue Banner einer Freundin, Anja, die dies voller Stolz auf ihrem Facebookprofil präsentierte. Branka wunderte sich, war sie doch einst mit Anja befreundet, und dennoch hat Anja das Banner nicht bei ihr machen lassen… sondern bei Karina..

Das konnte sie nicht auf sich sitzen lassen! Immerhin kennen die beiden Übeltäter sich nur, weil Branka sie einanderer vorgestellt hat. Branka überlegte sich eine weitere Strategie, um es Karina ein für allemal zu zeigen und schrieb Anja an: “ Hey! Dein Banner ist aber nicht so toll geworden. Karina hat ihn dir gemacht? Willst du das wirklich so lassen? Entzieh doch Karina den Auftrag, ich erstelle dir ein neues, viel schöneres Banner. Und du musst sogar nur die Hälfte bezahlen.“ Branka war höchst zufrieden über diesen genialen Einfall.“

Karinas Glück dabei war, dass Anja ob dieser Tatsache völlig entsetzt war, so dass sie die Geschichte umgehend an Karina weiterzählte. Ausserdem liebte Anja ihr neues Banner und begann schon, es überall einzusetzen, wo es seinen Platz finden sollte.

Karina war schockiert. Auch wenn ihr zwischenzeitlich Zweifel an der Freundschaft zu Branka kamen und auch Zweifel an Ihrer Ehrlichkeit, hätte sie doch so eine Vorgehensweise niemals für möglich gehalten… Also beschloss sie, zu handeln…

Sie hatte keine Lust, auf Auseinandersetzungen, die von Lügen getragen werden, also tat sie für sie das einzig Richtige, sie verbannte Branka aus ihrem Leben. Facebook Blockier-Button sei Dank ist das in Nullkommanichts geschehen, im echten Leben wohnten Sie zum Glück weit genug voneinander entfernt und hatten da noch nie Kontakt.

Gemäß dem Motto: was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß, beschloss Karina, die ihre Zeit nicht mit Menschen  vergeuden ewollte, die Sie ärgern, dass sie nichts mehr von Brankas Leben und Ihren Machenschaften mitbekommen wollte.

Branka war erzürnt über den Vorfall! Hatt Karina sie doch einfach aus ihrer Facebookgruppe geworfen! Wo soll sie denn nun Werbung für ihre Arbeiten machen? Unmöglich sowas…Alle Kontaktaufnahmeversuche von Branka scheiterten, Karina blockte alles rigoros ab.

Branka kochte vor sich hin. So wirklich erfolgreich lief ihr Business nicht, Sie brauchte mehr Ideen, neue innovative Dinge.. aber was?? Ihr fiel einfach keine Idee in die Finger, die sie hätte übernehmen können. Damit sie wenigstens eine Base für ihre Werbung hat, eröffnete sie eine eigene Interessen-Gruppe bei Facebook, in die natürlich niemand aus dem Karina-Clan Zutritt haben sollte. Irgendwie ließ sich das aber nicht so ganz bewerkstelligen.. immer wieder tauchte jemand in ihrer Gruppe auf, den sie da nicht haben wollte…alles Karina-Freunde, bäh, die waren ihr zuwider! Da sie aber die einen in der Gruppe halten wollte, musste sie die anderen zähneknirschend akzeptieren.

So lief es eine Weile vor sich hin, immermal wieder tauchten Spitzen von Branka an Karina gerichtet auf, die Karina gekont erwiderte.. bis eines Tages beinahe Brankas Herz stehen blieb!

„Was ist denn hier los? Wieso schreibt in meiner Gruppe jeder über Karina und was zum Kuckuck sind Erdbeerdrops?“ Branka war stinkesauer! Da hatte Karina doch DIE Geschäftsidee, nach der Branka so lange suchte! Drops, also Bonbons, in allen Farben und Geschmacksrichtungen! Diese doofe Kuh, schon wieder war sie ihr einen Schritt voraus… Branka war am Kotzen.

***to be continued***

Überwältigend!

Ich hab die tollsten Freunde und Bekannten der Welt! Niemals hätte ich mit soviel Reaktionen auf mein „Gejammere“ gerechnet, und erst recht nicht damit, dass die Schwarmintelligenz von euch allen, eure zahlreichen Geschichten, Erlebnisse und Lösungsansätze mich tatsächlich dahin bringen, wo ich hinwollte.

Es hat mir so viel gebracht, mit euch zu schreiben. Ich hab tatsächlich erkannt, wo mein Problem liegt und fantastischerweise auch direkt einen Lösungsansatz bekommen, wie ich es bewältigen kann und das Gedankenkarussel durchbrechen kann!

Genau diesen möcht ich euch nicht vorenthalten…

Was ich aus dem heutigen Tag gelernt habe ist, dass ich noch immer eine unsagbare Wut in mir trage. Wut darüber, infamen Machenschaften aufgessen zu sein, darüber, welch perfide Spiele besagte Person spielte, und auch darüber, dass ich so doof war, und nicht auf meinen Bauch gehört habe, der schon viel länger wusste, was da vor sich geht, als mein Verstand es überhaupt registrieren wollte.

Ich habe gelernt, dass die Wut nicht falsch ist, und dass es mich nicht zu einem schlechten Menschen macht, wenn ich sie zulasse.

Deshalb werd ich meiner Wut Raum geben, sie zulassen, in einem kontrollierten Rahmen…jeden Tag ein bisschen. Und vielleicht verschwindet sie dann irgendwann…

Mein letztes Wort (für heute) : DANKE!

 

 

 

Kopf vs Herz

Ich hab das Gefühl,  mich hier mal wieder austoben zu müssen… In meinem Kopf sind gefühlt eine Million Gedankengänge und keinen kann ich zu Ende denken. Schreiben hilft da immer und oft fangen meine Gedanken beim Schreiben an zu fließen. Also hab ich Hoffnung, dass sie sich nun zu Worten formieren und ich sie zu Ende denken kann.

Kennt ihr das Gefühl?  Innerliche Unruhe,  Gedankenfetzen um immer das gleiche Thema, die zu keinem Ergebnis kommen…. Wenn Gedanken fließen und ihr Ende immer an dem selben,  leidigen Punkt ankommen, obwohl man sie da gar nicht haben will?  Wenn ein unschönes Erlebnis so tief verletzt hat, dass es einfach nicht losgelassen werden kann?

Ja.. Das ist die andere Seite der katy, die ihr kennt… Die dunkle Seite.  Die Seite,  die mich immer wieder auffrisst,  ausbremst und mich davon abhält, unser eigentlich fast perfektes Leben in vollen Zügen zu genießen..

Das ist die katy, die an manchen Tagen einfach vor allem weglaufen möchte…

Leider ist es nicht möglich, vor seinen Erfahrungen wegzulaufen.  Egal an welchem Ort der Welt wir uns befinden, das Erlebte und unsere daraus resuktierenden Erfahrungen,  die schönen und die schlimmen,  werden mit uns reisen.

Sie begleiten uns und wenn es unschöne, nicht bewältigte Erfahrungen sind, zerstören sie unsere Balance…

Eine von vielen solcher Erfahrungen quält mich schon ne geraume Zeit…

Es war eine Weile gut… Als wir auf Reisen waren, waren die Gedanken seltener, ja beinahe verschwunden.. Aber nun, im Alltag,  auch wenn es ein neuer Alltag ist, kommen sie wieder, überrollen mich von hinten und sind leidigerweise einfach da.

Da ich sie nicht möchte,  versuche ich sie loszuwerden.

Aber wie?

Der banalste Weg,  der immer gut funktioniert hat, die Verdrängung..  Den Gedankengang auf eine untergeordnete Gedankenebene schieben und diese mit lautem laaalalalaaala auf der Hauptgedankenebene zu übertönen versuchen.  Verdammtes mehrschichtiges Denken,  denn die untergeordnete Gedankenebene will sich so ganz und gar nicht bekämpfen lassen und brüllt mit lautem „halt die Fresse, ich will gedacht werden“,  dagegen an. Funktioniert also diesesmal nicht und ist, selbst wenn es funktioniert, eh nur von temporärer Dauer..

Was also tun?

Mich mit der Geschichte auseinandergesetzt hab ich mich.. wieder und wieder und wieder… Daran kann es nicht liegen.

Also hab ich Tante Google und Freunde gefragt… anscheinend liegt der Schlüssel zum Vergessen, in der Fähigkeit verzeihen zu können..

Bei Gott,  ich habs versucht… Ich habs laut vor mir hergesagt… Ich verzeihe ihr (der Person)… Ich bin ihr nicht böse…. Ohne sie wäre es nie dazu gekommen,  dass es jetzt ist, wie es ist (und es ist ja verdammt gut, eigentlich fast perfekt, so wie es ist).

Noch während ich das denke oder zu mir selbst sage, und erst recht eben, als ich es geschrieben habe, schreit die untergeordnete Gedankenebene mich auch schon wieder an, dass ich mich grade selbst belüge, ich einen Scheiss verzeihe und bevor ich der Person für irgendwas dankbar bin, friert eher die Hölle ein…

Hier kämpft also eindeutig Kopf gegen ein sehr verletztes Herz..

Möglicherweise bin ich einfach zu nachtragend… obwohl es das nicht sein kann, in allen anderen Bereichen bin ich mit Verzeihen eher sehr großzügig… vielleicht liegt es aber auch daran, dass die Person wirklich sämtliche Tabus in einer Freundschaft gebrochen hat und sich so dermassen schäbig verhalten hat.

Wenn ich recht überlege ist das, was mich am meisten verletzt,  oder auch ärgert,  die Tatsache, dass die nicht gerade hellste Kerze auf der Torte es tatsächlich geschafft hat, mich zwei Jahre lang hinters Licht zu führen, zu belügen und auszunutzen,  ohne dass ich es bemerkt hatte.. bzw ich habe es bemerkt,  hätte aber eher an eine Wahrnehmungsverschiebung meinerseits geglaubt, als daran, dass es möglich ist, dass es tatsächlich so miese Menschen gibt…

Vielleicht liegt ja der Schlüssel zum vergessen gar nicht darin, dass ich ihr verzeihen muss, sondern mir?

Meine Dämlichkeit, meine Blindheit und meine Gutgläubigkeit?

Wer Weiss…

Ging es euch auch schonmal so? Wie seid ihr damit umgegangen? Ich würde mich über eure Erfahrungen freuen…

(Und wiedermal hat mir Schreiben geholfen und mir einen neuen Lösungsansatz beschert… Auch wenn das jetzt sehr privat war, hoffe ich,  dass es euch trotzdem interessiert hat.. Danke,  dass ihr mitlest ❤.)

 

Wir sind dem Hamsterrad entkommen, aber….

Er kam langsam.. Klammheimlich und unbemerkt hat er sich uns wieder bemächtigt… der Alltag.

Die aufregenden drei Monate Reisezeit sind vorüber, wir haben eine feste Base und zu meinem großen Schrecken und auch Ärgernis ist der Alltag und mit ihm alte Gewohnheiten, viel schneller wieder eingezogen, als ich es wollte. Ich ertappe mich schon wieder dabei, wie ich für Dieses und Jenes keine Zeit habe, noch nicht mal fürs bloggen. Wie ich morgens schon darüber nachdenke, vor den vielen Tagesaufgaben einfach fliehen zu wollen. Wie ich rund um die Uhr arbeite, tue und mache und trotzdem zu keinem Ergebnis komme…

Und warum? Aus Ehrgeiz… es fing an mit Lust.. Lust auf ein neues Projekt, mit neuem Arbeitsmaterial, welches ich noch in Deutschland bekam und es noch nicht richtig nutzen konnte, wegen unseres doch leicht überstürzten Aufbruchs. Für die, die mich kennen, ich wollte uuuunbedingt mit meinem Cintiq einen hammergeilen backdrop malen. Für den Frühling. Für die neue Frühjahrskollektion. Nun muss dieselbige aber dringend in den Shop, ich bin aufgrund der Reise ohnehin schon in Verzug. Und das handgemalte highlight der Kollektion wird und wird nicht fertig.. weil ich es zum ersten Mal mache, weil es aufwändiger ist, als gedacht, weil ich mir erst eine Maltechnik überlegen musste, mit der es gut aussieht, bei der ich mich aber nicht totmale und aus noch gefühlt 428 Gründen mehr. Mit jedem Tag, an dem der Drop nicht fertig wurde, stieg der Druck. Mit steigendem Druck stieg der Frust. Mit stiegendem Frust schwand die Kreativität. Und die Fähigkeit, mich zu entspannen. Dafür kam das Gefühl, für nichts anderes mehr Zeit zu haben. Außerdem war ich so verspannt, dass mein Rücken mir binnen kurzer Zeit und angesichts dessen, dass ich langes Schreibtisch sitzen irgendwie wohl nicht mehr gewohnt war, heftigste Schmerzen bescherte. So half also noch nichtmal die altbewährte Technik „Augen zu und durch, legen wir halt zwei drei Nachtschichten ein“… Nein, und das ist auch GUT SO!

Denn dann laß ich mal wieder bei weltnah.com den neuesten Artikel und verstand… (den Link dazu findet ihr am Ende dieses Beitrags)

Ich war grade dabei, mir mein eigenes Hamsterrad zu bauen.. aus Ehrgeiz… weil ich in unserem Shop etwas haben wollte, was es in keinem anderen Shop in Deutschland gibt und ausnahmsweise auch nicht ganz so einfach kopiert werden kann… und damit ging auch mir der Flow verloren.

Meine Erkenntnis aus der Sache…. Grade Kreativität kann man nicht erzwingen. Und Ehrgeiz ist kein guter Förderer von  Kreativtät.
Ebensowenig wie Hamsterräder…  ich brauche den Flow!

Deshalb geht meine Frühjahrskollektion nun ohne mein aufwändig gemaltes Kunstwerk in den Shop und ich male weiter, wenn ich Muse und Zeit für Kreativität habe… und ich werde in Zukunft darauf achten, mir keine eigenen Hamsterräder mehr zu bauen.

Lasst es fließen 😉

 

Hier könnt ihr den Artikel von weltnah lesen

… neulich im Supermarkt

Neulich, noch in Corralejo, waren wir mit unserem allerletzten Scheinchen aus dem Wohnmobilverkauf im Superdino einkaufen. Der Superdino ist hier so etwas, wie Lidl oder Aldi.

Die Leute dort sind sehr nett und vor allem stellt sich in Spanien niemand an, wenn man mit nem großen Schein bezahlen möchte. Der rattert durch eine Prüfbox und dann ist gut.

Genau aus diesem Grund und in Ermangelung jeglicher Ambitionen bei 30 Grad und Kalima runter in die Stadt zur Bank zu fahren, gingen wir ganz selbstverständlich in den Superdino und wollten  – wie schon so oft – mit dem Schein bezahlen.

Nun war das aber ein eher kleiner Superdino und die Kassiererin hatte nicht ausreichend Wechselgeld in der Kasse. Sie blieb trotzdem sehr sehr freundlich, rief die Kollegin, die mit dem großen Schein im Büro verschwand und – gemäß der spanischen Gemütlichkeit eine ganze Weile später – mit  5 kleinen Scheinchen wiederkam.

Uns war das peinlich, dass nun an der Kasse (es gab zwei Kassen, das wollte ich nurmal erwähnt haben) eine ganze Schlange warten musste… Aber so what, wir sind hier im Urlaub, es sollte niemand übermäßig eilig haben. Trotzdem haben wir uns bei den Leuten entschuldigt. Alle lächelten verständnisvoll, bis auf ein schon sehr angegrauter Herr, der sich begann im schönsten Oxford-English zu echauffieren.

Erst maulte er die Verkäuferin an, sie solle endlich weiter machen, knebberte eine Weile lautstark vor sich hin und wand sich schließlich an uns:

“Go to the bank, you can not pay with 500 Euro here!!!!!“

Ich mit toternstem Gesichtsausdruck: „Sure, Sir, we can, we are still in the EU!“

…..breites Grinsen auf Seiten der Kassiererin und uns, hochroter Kopf beim Engländer 😛

Humor zum Frühstück

Wenn dein Sohn fragt, was das für eine Tätowierung da am Ringfinger von Papa ist ( unser Ehering, Hochzeitsdatum in römischen Zahlen um den Finger drapiert) ist: „ein Ring sie zu knechten…“ NICHT die richtige Antwort!

Es erforderte höchste Konzentration meinerseits, meinem angetrauten Göttergatten nicht den Schluck Kakao in meinem Mund ins Gesicht zu prusten vor Lachen ???? das Brötchen auf meinem Teller wollte dann allerdings niemand mehr essen… ?????

Völlig verpeilt..

Es wird ganz dringend Zeit für Alltag.

Ich blättere grade durch meine Chronik bei Facebook und lese: Wünsche euch allen einen schönen Freitag.

Ich lachte und wollte schon drunter posten: „du Eule, heute ist Mittwoch!“

Dann kam ich ins Grübeln, ob nicht doch schon Donnerstag ist, und hab schließlich in den Kalender geschaut. Freitag! ?????

Verdammt! Wo bitte ist mein Zeitgefühl hin?

 

 

Die erste Woche…

…. als Majoreros (so nennen sich die Einwohner Fuerteventuras) ist beinahe vorbei.
Beinahe alle wichtigen Amtsgänge und Besorgungen sind erledigt, wobei es sich zu einem wahren Abenteuer gestaltete, hier ein Bankkonto zu eröffnen. Wer der Bürokratie Deutschlands entfliehen möchte, ist in Spanien definitiv FALSCH! lol
Aber nach gefühlt 28 Versuchen, und unzähligen Dokumenten, die wir besorgen mussten haben wir es doch geschafft, ein Bankkonto ist eröffnet..

Nun haben wir nur noch eine Hürde zu bewältigen, Internet zu beantragen. Das wollen wir gleich tun und dann…. kann der Alltag losgehen!

Wir haben uns alle schon gut eingelebt hier und ich fühle mich wirklich schon richtig zu Hause.. ein schönes Gefühl nach drei heimatlosen Monaten.

Ein bisschen Alltag ist auch schon eingezogen, die Jungs lernen jeden Tag fleißig und haben riesigen Spaß daran, ihren Unterrichtsstoff online und am Tablet zu bewältigen. Ich hab meine Jungs noch nie so begeistert lernen gesehen. Das Gute ist, sie können sich die Kapitel, die sie lernen wollen, frei auswählen. Aus allen Fächern, und aus allen Klassenstufen.
Meistens beschränkt sich Ihre Fächerauswahl jedoch auf Deutsch, Mathe, Sachunterricht und Spanisch 🙂 reicht ja auch… so wichtige Dinge wie Religion lassen wir (sie) ganz galant unter den Tisch fallen… dafür lernen sie Wichtiges über Lerntechniken, über Sozialverhalten und das richtige Kommunizieren miteinander.

Auch wenn die anfängliche Begeisterung und das am liebsten 24-Stunden-lernen-wollen bereits etwas abebbt, bin ich mehr und mehr davon überzeugt, dass Kids eigenverantwortliches Lernen viel mehr zu Gute kommt, sie viel mehr verstehen und vor allem wesentlich mehr bereit sind, freiwillig zu tun. Ich musste auf jeden Fall schon ganz viele Fleißsternchen verteilen lach, weil alle beide immer weit über unsere Erwartungen hinaus arbeiten. Ich bin mal gespannt, wie sich das bis Ende August entwickelt, so lange sind sie ja ganz offiziell von der Schule befreit und haben die Möglichkeit, das Freilernen zu geniessen und zu erleben.  Ich würde mir wünschen, dass es so gut klappt, dass sie ihre komplette Schuldbildung frei erlernen können und somit ihre Interessen und Begabungen optimal gefördert werden können..

Lassen wir uns überraschen 🙂

Vom Weg zum Ziel

Wie die meisten von euch schon wissen : Wir sind angekommen. In einem wundervollen Haus in Castillo Caleta Fuste. Auf Fuerteventura.

Caleta de Fuste ist ein kleiner Touri Ort, mit Babybadebucht ohne Wellen. Ganz niedlich, es gibt weitgehend alles was man braucht, den Rest gibt es im 11 km entfernten Einkaufszentrum in Puerto del Rosario.

Wir haben es also wirklich geschafft.

Es war nicht einfach, den Weg dahin zu meistern. Innerliche Unruhe,  Zweifel,  Ängste. Das waren zumindest meine Begleiter der letzten Tage. Zwischenzeitlich hätte ich am liebsten die Segel gestreckt und das Abenteuer abgebrochen und ab zurück in die Komfortzone mit ihrer scheinbaren Sicherheit. Zum Glück hab ich während der letzten Tage in Sebastians Buch wireless life gestöbert und er beschrieb genau dieses Gefühl als den Moment,  an dem man seine ganz persönliche Komfortzone hinter sich lässt. Immer dann, wenn man diese Ängste spürt und überwindet, wächst und reift man.

Heute schon bin ich wieder froh, dass wir den Schritt gewagt haben. Es fühlt sich richtig an 🙂

Ich bin froh, den Weg gegangen zu sein, der uns zu dem vorläufigen Ziel gebracht hat. Nun heißt es ankommen und dann stehen viele neue Arbeitsprojekte an, die umgesetzt werden wollen. Es bleibt also spannend. Denn jedes Ziel ist auch der Anfang eines neuen Weges.